Starker Anstieg bei gefährlichen Körperverletzungen / Polizei rät zum defensiven Verhalten
Schlägereien nehmen zu

Coesfeld. Schlägereien im Umfeld der Diskothek Fabrik haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zugenommen. Nach Auskunft von Polizeisprecher Norbert Voßkühler mussten seine Kollegen im ersten Halbjahr 25 Mal wegen Körperverletzungen eingreifen, in der ersten Vorjahreshälfte waren es 18 Fälle. Sprunghaft zugenommen haben dabei vor allem die gefährlichen Körperverletzungen (sieben statt zwei). „Meistens handelt es sich um junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren, die unter Alkoholeinfluss stehen“, so Voßkühler. Was die Beteiligten anbelange, gehe das „querbeet durch die Bevölkerung.“ Eine auffällige Beteiligung von Ausländern hätten die Beamten nicht festgestellt. Von Überfalltrupps, die aus Autos springen würden, um Opfer wahllos zusammenzuschlagen, habe er noch nicht gehört. „Häufig fällt ein falsches Wort, es gibt einen Rempler, Gegenwehr und schnell bilden sich Gruppen, die aufeinander eindreschen“, weiß der Sprecher.

Samstag, 08.10.2016, 14:13 Uhr

Starker Anstieg bei gefährlichen Körperverletzungen / Polizei rät zum defensiven Verhalten : Schlägereien nehmen zu
Foto: az

Die alarmierten Beamten, die dort am Wochenende verstärkt Streife fahren würden, könnten häufig wegen unterschiedlicher Schilderungen kaum ermitteln, wer Verursacher und Leidtragender sei. Zeugen meldeten sich häufig nicht, wie auch die brutale Schlägerei Mitte September gezeigt hat, bei der ein Coesfelder (20) schwer verletzt wurde.

Daher rät Voßkühler zum defensiven Verhalten, um die Situation nicht bis zur Gewaltanwendung eskalieren zu lassen. „Am besten ist es, sich zurückzuziehen, wenn sich eine aggressive Stimmung aufbaut“, gibt Voßkühler einen wichtigen Tipp. Das sollten sich die jungen Männer einschärfen, damit sie sich auch mit Alkohol im Blut angemessen verhalten. Bevor sich Streithähne auf eine Schlägerei einließen, sollten sie auf jeden Fall mögliche schwerwiegende körperliche und finanzielle Folgen bedenken.

Disko-Sprecher Carsten Averkamp betonte, dass der Security-Dienst auf dem Fabrik-Gelände hervorragend funktioniere. Was auf den Zufahrtstraßen passiere, könne das Team natürlich leider nicht beeinflussen. | Tipps der Polizei | www.polizei-beratung.de

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