Baubeginn für Radschnellverbindung Regio.Velo von Isselburg nach Coesfeld ist frühestens Ende 2017 geplant
Eine Autobahn fürs Fahrrad

Coesfeld. Noch gedulden müssen sich die Radfahrer, bis sie den ersten Streckenabschnitt des neuen Radschnellwegs Regio.Velo von Bocholt bis Rhede nutzen können. Baubeginn ist Ende 2017 oder Anfang 2018, teilt Michael Weitzell, Projektverantwortlicher beim Kreis Borken, mit.

Mittwoch, 05.04.2017, 10:10 Uhr

Baubeginn für Radschnellverbindung Regio.Velo von Isselburg nach Coesfeld ist frühestens Ende 2017 geplant : Eine Autobahn fürs Fahrrad
Ein Radschnellweg zwischen Isselburg und Coesfeld soll als Regionale-Projekt entstehen. Von Coesfeld würde es über die bereits vorhandene Radbahn Münsterland nach Rheine weitergehen. Foto: az

Die insgesamt 60 Kilometer lange Schnellverbindung für Radfahrer von Isselburg an der niederländischen Grenze bis nach Coesfeld ist im Rahmen der Regionale 2016 unter dem Namen „Regio.Velo“ bekannt geworden.

Seit Anfang 2017 trägt „Regio.Velo“ den Namen RS2. Er folgt damit in der Nummerierung dem „großen Bruder“ des Radschnellwegs Ruhr (RS1) nach. Dieser neue Schnellweg soll hoffentlich demnächst auch ein Lückenschluss zur RadBahn Münsterland sein.

Die Jury des Landeswettbewerbs hat damals nur den 45 Kilometer langen Streckenabschnitt von Isselburg über Bocholt, Rhede und Borken nach Velen ausgezeichnet. Der 15 Kilometer lange Abschnitt von Velen nach Coesfeld hat die Jury aufgrund der vergleichsweise geringen prognostizierten Nutzerzahlen auf diesem Abschnitt weniger überzeugt. Er wurde deshalb vom Land aus den weiteren Planungen ausgenommen. Inzwischen hätten sich dort die Frequenzdaten aber verbessert. Im Rahmen der Regionale 2016 werde man nach wie vor die gesamte Strecke weiter im Blick behalten, betont Michael Weitzell. Es sei auch möglich, dass der Abschnitt von Coesfeld zwar kein Radschnellweg werde, dafür aber für „hochwertigen Radverkehr“ ausgelegt werde. Auf der Gesamtstrecke sollen optimale Bedingungen für den schnellen Radverkehr geschaffen werden. Im Münsterland würden auf diese Weise im Alltag mit dem Fahrrad oder E-Bike neue Reichweiten für neue Zielgruppen – zum Beispiel auch für Berufspendler oder den Warenverkehr – interessant.

Michael Weitzell: „Die Städte an der Strecke rücken noch enger zusammen – mit positiven Effekten für Geldbeutel und Gesundheit, regionale Wirtschaft und Umwelt und nicht zuletzt auch für den Spaß an der schnellen Fortbewegung mit eigener Muskelkraft.“

Im Rahmen der Regionale 2016 verfolgen die Städte Isselburg, Bocholt, Rhede, Borken, Velen, Gescher und Coesfeld sowie die Kreise Borken und Coesfeld das Projekt „Radschnellweg Westliches Münsterland Regio.Velo“. Mit dem Regio.Velo soll eine optimale Infrastruktur für schnellen Radverkehr mit getrennten Fahrspuren für beide Richtungen entstehen, die die Orte an der Strecke weitgehend kreuzungsfrei miteinander verbindet.

Die Streckenführung orientiert sich am Verlauf der in den achtziger Jahren stillgelegten Bahntrasse von Isselburg bis Coesfeld und verläuft zu etwa 50 Prozent auf der ehemaligen Bahntrasse. Der Radschnellweg wird in mindestens vier Metern Breite angelegt. Die Strecke soll weitgehend autark, jedoch parallel zu bestehenden Hauptverkehrsachsen, zu den Landesstraßen 572 und 581 geführt werden.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4749192?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947601%2F
Nachrichten-Ticker