Am Wochenende im Bereich Kuchenstraße / Auch Marktgarage betroffen / Bauarbeiten insgesamt bis 2019
Von-Galen-Straße komplett gesperrt

Coesfeld. Neue Leitungen und Rohre für Strom, Gas und Wasser: In der Bernhard-von-Galen-Straße laufen die Arbeiten weiter.

Dienstag, 30.01.2018, 07:46 Uhr

Am Wochenende im Bereich Kuchenstraße / Auch Marktgarage betroffen / Bauarbeiten insgesamt bis 2019: Von-Galen-Straße komplett gesperrt
Dieses architektonische Bauteil gehörte vielleicht einst zur Jesuitenkirche. Foto: archaeologie.de

Als nächsten Schritt planen die Stadtwerke, die Leitungen im Kreuzungsbereich Kuchenstraße/Bernhard-von-Galen-Straße zu sanieren. „Um die Beeinträchtigung der Anwohner so gering wie möglich zu halten, führen wir die Sanierungsarbeiten am Wochenende durch“, sagt der verantwortliche Bauleiter Marcel Pollmeier. Und zwar zwischen Samstag (3. Februar) von 14 Uhr und Sonntag (4. Februar) bis 22 Uhr. In dieser Zeit wird der Bereich der Bernhard-von-Galen-Straße und der Kuchenstraße gesperrt.

Betroffen ist auch die Marktgarage.

Insgesamt erneuern die Stadtwerke rund 750 Meter Leitungssysteme – im Rahmen der Umgestaltung der Bernhard-von-Galen-Straße durch die Stadt.

Begleitet werden die Arbeiten in der Straße weiterhin von den Archäologen des Landschaftsverbands LWL und vom Kampfmittelräumdienst. Durch die archäologischen Arbeiten verzögern sich die Bautätigkeiten erheblich. Bis alles fertig ist – die Umgestaltung der Bernhard-von-Galen-Straße inklusive Ecke Münsterstraße, an der ein kleiner Kreisel entstehen soll – ist unklar. „Bis ins nächste Jahr aber dauert es auf jeden Fall“, schätzt der städtische Fachbereichsleiter Uwe Dickmanns. Eine Fanmeile zur Fußball-WM im Sommer findet also auf keinen Fall auf der Bernhard-von-Galen-Straße statt.

Die Straßenführung wird noch einige Male geändert, und auch die andere Straßenseite wird aufgerissen.

„Wir wollen die Fläche, wo jetzt die Außengastronomie ist, erst so spät wie möglich bearbeiten, so dass diese noch länger nutzbar ist“, so Dickmanns. Zum Schluss bekommt die Bernhard-von-Galen-Straße eine entsprechende Pflasterung, die den offenen Übergang zum Schlosspark unterstreichen soll.

Die Archäologen haben bis jetzt keine weiteren Entdeckungen gemacht, ergab eine Anfrage beim LWL. Sie haben, wie berichtet, die Grundmauern des ehemaligen Jesuitenklosters aus dem 17. Jahrhunderts in der Straße gefunden. Eine Fachfirma ist beauftragt, die Überreste der Gebäude freizulegen und zu dokumentieren. Die früher nicht vorhandene Bernhard-von-Galen-Straße führt außerdem über den Standort einstiger Bürgerhäuser, die aus dem Spätmittelalter stammen. Auch von diesen Wohnhäusern haben die Fachleute Mauerreste gefunden. Bis zum Spätsommer sollen laut LWL diese Dokumentationen sicher noch andauern, sofern es keine Überraschung gibt.

Die Jesuiten kamen im Jahr 1627 nach Coesfeld und begannen knapp 40 Jahre später mit dem Bau des Klosters. Zwischen 1673 und 1693 entstand die dazugehörige Kirche, die der geistliche Mittelpunkt der Jesuitengemeinschaft war. Nach der Auflösung des Ordens im 18. Jahrhundert wurde das Kloster zum Schloss umgebaut.

7 Anwohner, die Fragen zu den Bauarbeiten am Wochenende haben, können sich an Marcel Pollmeier (Stadtwerke) wenden, Tel. 02541/ 929 251.

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