Netto möchte an der Dülmener Straße zweiten Markt errichten / Aldi und Lidl mit Erweiterungsabsichten
Discounter wollen noch größer werden

Coesfeld. Die Discounter in Coesfeld wollen zum Teil noch größer werden, sich verlagern oder neu bauen.

Donnerstag, 01.02.2018, 07:40 Uhr

Netto möchte an der Dülmener Straße zweiten Markt errichten / Aldi und Lidl mit Erweiterungsabsichten: Discounter wollen noch größer werden
So sehen die Wünsche der Discounter aus: Netto will von der Kleinen Viehstraße ins frühere Postgebäude an der Davidstraße umziehen und außerdem einen neuen Markt an der Dülmener Straße bauen. Aldi will an der Hansestraße und an der Borkener Straße erweitern, Lidl an der Rekener Straße. Karte: fs/stepmap Foto: az

Der Stadt liegen aktuell fünf konkrete Anfragen vor. Darunter auch vom Netto, der nicht nur von der Kleinen Viehstraße in das ehemalige Postgebäude an der Davidstraße umziehen will (und sich damit von 720 auf 1020 qm Verkaufsfläche vergrößern würde), sondern auch einen ganz neuen, zweiten Markt bauen möchte. Und zwar an der Dülmener Straße zwischen Leifkes und Stadtwerken.

Die drei weiteren Vorhaben betreffen Aldi und Lidl: - - Aldi möchte im Fachmarktzentrum an der Hansestraße von 989 qm auf 1288 qm Verkaufsfläche erweitern. -- - An der Borkener Straße möchte Aldi (beim Edeka) ebenfalls erweitern: von 850 auf 1120 qm.

- Lidl will an der Rekener Straße von 920 auf 1480qm erweitern.

„Dabei geht es inzwischen nicht mehr nur um eine Ausweitung an sich, sondern auch darum, die Waren hochwertiger präsentieren zu können“, erläutert Fachbereichsleiter Ludger Schmitz auf Nachfrage. Die Kundenbindung soll durch Wohlfühlfaktoren gestärkt werden.

Und was sagt die Stadt dazu?

Das Thema soll im Planungsausschuss und Rat besprochen werden, die Stadt schlägt vor, ein Nahversorgungskonzept mit den zuständigen Stellen und auch den Umlandgemeinden abzustimmen. Das beauftragte Büro „Stadt+Handel“ hat bereits einen Entwurf erarbeitet und will in der Sitzung am Mittwoch, 7.2., darüber näher informieren.

Darin kommt das Büro zu dem Schluss, dass

---.-.--- ein Neubau an der Dülmener Straße von Netto kritisch zu beurteilen ist: Der Markt würde außerhalb des festgesetzten Zentralgebiets liegen und es müssten zunächst die Auswirkungen auf bereits bestehende Märkte betrachtet werden.

.-----.- die Verlagerung des Netto-Marktes von der Kleinen Viehstraße zum früheren Postgebäude kein Problem darstellt, weil der Markt in dem festgesetzten Kerngebiet verbleibt.

------ die Erweiterung von Aldi an der Hansestraße ebenfalls im erweiterten zentralen Versorgungsbereich wäre und deshalb kein Problem wäre. Das Vorhaben hätte sogar Priorität, ein Bauantrag liegt der Stadt hier schon vor.

- die Erweiterungen von Aldi an der Borkener Straße und Lidl an der Rekener Straße außerhalb des zentralen Versorgungsbereiches liegen und somit problematisch wären. Weitere Nachweise über die Zulässigkeit und Verträglichkeit müssten von den Investoren erbracht werden. Die Lidl-Erweiterung auf 1480 qm stuft das Büro zudem als unverträglich ein, die Verkaufsfläche sollte nicht größer als zwischen 1150 bis 1300 qm sein.

„Die Auswirkungen auf andere Märkte und die Nahversorgung muss genau betrachtet werden“, erläutert Schmitz. „Auch aus landesplanerischer Sicht.“

Schon 2013 wurde der K+K-Markt an der Daruper Straße außerhalb des zentralen Gebiets angesiedelt. Und zuletzt 2014 wurde Edeka in Lette weiter außerhalb an die Bruchstraße umgesiedelt. Mit den jetzigen Bauanfragen hält die Stadt eine Aktualisierung des Nahversorgungskonzepts von 2011 von daher für notwendig, um Entscheidungsgrundlagen zu erhalten, ob diese Entwicklungen verträglich und damit als zulässig eingestuft werden können.

------ - Planungsausschuss (öffentliche Sitzung) am Mittwoch, 7.2., im Rathaus, 17 Uhr.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5475289?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947601%2F
Nachrichten-Ticker