Antrag von Pro Coesfeld sieht Bildung eines Fachgremiums vor / Verwaltung sieht keine Notwendigkeit
„Neubau am Schulzentrum planen“

Coesfeld (ugo). Mit einem überraschenden Vorschlag wartet Pro Coesfeld hinsichtlich der Neugestaltung des Schulzentrums auf. Durch ein neu zu errichtendes Nebengebäude soll demnach die lange Bauphase für die Schüler erträglich abgefedert werden. „Nach der Fertigstellung des Schulzentrums ließe sich ein solcher Neubau hervorragend in das Raumkonzept integrieren“, erklärt Fraktionssprecher Günter Hallay im Gespräch mit unserer Zeitung.

Donnerstag, 15.02.2018, 06:02 Uhr

Antrag von Pro Coesfeld sieht Bildung eines Fachgremiums vor / Verwaltung sieht keine Notwendigkeit: „Neubau am Schulzentrum planen“
Das Schulzentrum an der Holtwicker Straße wird grundsaniert. Pro Coesfeld legte jetzt einen Vorschlag dazu vor. Foto: az

Nach Vorstellung von Pro Coesfeld soll ein Fachgremium gebildet werden, das die Möglichkeiten eines solchen Projekts auslote. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion auf den Weg gebracht, der heute im Hauptausschuss beraten werden soll.

In der Stellungnahme der Verwaltung dazu heißt es allerdings: „Die Einrichtung eines solchen Gremiums ist weder erforderlich noch sinnvoll.“ Die Entwicklung von Alternativen gehöre auch im HInblick auf einen möglichen Neubau ohnehin zum Vorplanungsauftrag.

Die Wählergemeinschaft begründet hingegen ihren Vorstoß damit, dass die Sanierung und Modernisierung des Schulzentrums nach bisherigem Planungsstand 2020 beginnen und voraussichtlich vier Jahre dauern wird. Die Auftragsvergabe an ein Planungsbüro sei bereits in diesem Frühjahr vorgesehen, wofür rund 40 Mio. Euro veranschlagt seien. „Zeitliche und finanzielle Vorgaben für Großprojekte werden leider häufig nicht eingehalten“, weist Hallay auf leidvolle Erfahrungen in anderen Städten hin. „Im Interesse einer nachhaltigen Bildungspolitik und unter Berücksichtigung der Notwendigkeiten der Haushaltskonsolidierung müssen daher Alternativen wie der Neubau erwogen werden“, ist er überzeugt.

Schließlich sei dabei zu berücksichtigen, dass durch die zu erwartende Veränderung im Hinblick auf längere Schulzeiten durch das G-9-Abitur der Raumbedarf größer werde. Zudem werde die Neugründung einer Gesamtschul-Filiale in Billerbeck Auswirkungen auf den Schulstandort Coesfeld haben. Auch sei zu befürchten, dass ohne vertretbare Raum-Alternative die Anmeldezahlen massiv einbrächen und sich Verlagerungen an andere Schulen mit entsprechendem Raumbedarf ergäben.

Und was soll aus einem Neubau und dem Schulzentrum werden, wenn das 2024 alles durch saniert ist? Hallay: „Langfristig könnte dort ein Kompetenzzentrum Bildung entstehen.“

Der Antrag wird heute im Hauptausschuss (18 Uhr, Rathaus) öffentlich beraten und schließlich vom Rat (22.2.) entschieden.

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