Coesfeld
30 iPads für die Kreuzschule

Coesfeld. Es gibt doch iPads für die Kreuzschüler. Auch wenn der Schulausschuss bei der Diskussion über die Mediennutzung in den Klassenzimmern zurückhaltend auf einen von der Verwaltung vorgeschlagenen kreisweiten Orientierungsrahmen reagiert hat (wir berichteten), wird die Kreuzschule nach den Herbstferien zwei Klassensätze von je 15 iPads für den Unterricht erhalten. Außerdem werden insgesamt elf Bildschirme in den Räumen installiert.

Mittwoch, 26.09.2018, 11:04 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 25.09.2018, 19:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 26.09.2018, 11:04 Uhr
Coesfeld: 30 iPads für die Kreuzschule
Stehen an einem der neuen Bildschirm-Anschlüsse: (v.l.) Schulleiterin Angelika Adams, Schuldezernent Dr. Thomas Robers, Stellvertretende Schulleiterin Pia Koch. Foto: Ulrike Deusch

„Die Kreuzschule ist schon seit langem sehr engagiert, wenn es darum geht, neue Medien einzusetzen“, erklärt Schuldezernent Dr. Thomas Robers. Die großen Umbaumaßnahmen am Schulgebäude seien jetzt eine Chance, zusätzlich zu den bestehenden zwei Computerräumen die technische Infrastruktur für den Einsatz digitaler Medien zu schaffen. Robers: „Wir sehen die Kreuzschule als Pilotschule.“ Die Erfahrungen, die Lehrer und Schüler hier in den nächsten Monaten machen, sollen in die Medienentwicklung anderer Schulen in Coesfeld einbezogen werden. „Wir laden die anderen Schulen ein, uns zu besuchen und sich ein Bild von unserer Arbeit zumachen“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Pia Koch.

Vertreter von Schulleitung und Kollegium haben Schulen in anderen Orten besucht, die die neuen Medien bereits einsetzen, haben sich über Unterrichtsmodelle und digitale Angebote informiert und Gespräche mit den Medienberatern des Kreises Coesfeld geführt. Dabei ist auch die Entscheidung für Apple gefallen. „Das System läuft sehr sicher und ist gut zu bedienen“, sagt Schulleiterin Angelika Adams. Dafür greift die Stadt gern etwas tiefer in die Tasche: „Das A und O, dass die neuen Medien bei den Lehrern auf Akzeptanz stoßen, ist, dass die Geräte problemlos funktionieren und Spaß machen“, so Robers. Medienpädagogen und EDV-Fachleute würden daher das iPad empfehlen.

In allen Fächern sollen die Schüler mit den iPads arbeiten. Zwar ist die Schnelligkeit des Internets mit 50 Mbit/s noch nicht optimal, „aber es gibt viele andere Möglichkeiten, die iPads zu nutzen“, so Angelika Adams. Mit dem Bookcreator lassen sich Texte bauen, mit der Kamera können die Schüler Filme drehen, in Mathe lassen sich lineare und quadratische Funktionen darstellen, Kahoot ist eine spielerische Lernplattform, auf der Lehrer ihre Schüler mit einem Quiz herausfordern können. Die iPads werden übrigens so eingestellt sein, dass sie nur im Schulgebäude funktionieren.

Nach und nach sollen auch die anderen städtischen Schulen die Nutzung der digitalen Medien vorantreiben. Die Stadt ist bereit, schon 2019 weitere Schulen mit iPads auszustatten. Die Grundschulen haben schon Interesse signalisiert. Über die dafür nötigen Haushaltsmittel entscheidet der Rat.

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