Coesfeld
Stabiler Preis für Weihnachtsbäume

Coesfeld. Weder die lang anhaltende Trockenperiode in diesem Sommer noch die Borkenkäferplage führen in diesem Jahr zu Preissteigerungen oder hohen Qualitätseinbußen bei den Weihnachtsbäumen. „Wir haben sowohl eigene von unserem Feld, aber auch ein paar zugekaufte und die Preise sind in beiden Fällen stabil geblieben“, berichtet Heiko Steinkamp von der gleichnamigen Baumschule. Die erste Ladung ist gerade frisch eingetroffen und die Mitarbeiter haben alle Hände voll damit zu tun, die Bäume zu kennzeichnen und für den Verkauf vorzubereiten.

Mittwoch, 05.12.2018, 22:12 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 09:16 Uhr
Coesfeld: Stabiler Preis für Weihnachtsbäume
Alfred (l.) und Heiko Steinkamp stehen inmitten der ersten geschlagenen Weihnachtsbäume in diesem Jahr. Die Nordmanntannen sind wieder die beliebtesten Exemplare. Teurer werden sie aufgrund der Dürre oder Borkenkäferplage in diesem Jahr aber nicht. Foto: Jessica Demmer

Anne Gottschling, Inhaberin der Baumschule Gottschling, kann dies bestätigen. „Die Preise sind stabil geblieben. Eventuell haben die Bedingungen in diesem Sommer Einfluss auf das kommende Jahr, aber in 2018 bleibt alles wie gewohnt. Die Bäume hätten vielleicht etwas größer sein dürfen, aber das ist alles noch völlig im Rahmen“, gibt sie einen Einblick. Bei ihr gehen hauptsächlich Nordmanntannen über die Ladentheke, serbische Fichte sei aber auch im Angebot.

Stabile Preise können auch Florian Deiters, Inhaber der Gärtnerei Borgert, und Uta Dreier, deren Familie in Lette und bei Möbel Boer Bäume verkauft, bestätigen. Während Dreiers eigene Bäume zum Verkauf stellen, holt Deiters seine Bäume aus Dänemark. „Die Nordmanntannen kommen direkt von der Küste, da hat es auf jeden Fall genug Wasser gegeben“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Nordmanntannen, so Heiko Steinkamp, sind eben immer noch die beliebtesten Weihnachtsbäume. „Die nadeln und pieksen nicht so sehr wie Fichten. Bei den Exemplaren, die er verkauft – Blau- und Rotfichte – hätte es auch etwas mehr Zuwachs sein können. „Das hat aber auch den Vorteil, dass zum Beispiel die Spitzen der Rotfichten nicht so sehr geschossen sind.“ Fünf bis sechs Jahre haben die meisten dieser Fichten auf dem Buckel, wenn sie zum Verkauf bereit stehen. Eine Nordmanntanne von rund 1,50 Meter sogar zehn Jahre. „Die meist verkauften Bäume bei uns haben ungefähr Zimmerhöhe, sind also um die zwei Meter hoch. Die sind dann schnell 15 Jahre oder älter“, so Heiko Steinkamp. „In den ersten Jahren wachsen diese Bäume nur in die Breite, dann erst in die Höhe“, gibt er eine Erklärung für das lange Wachstum. Ein Baum dieser Größe liege preislich bei rund 40 Euro.

Damit man auch möglichst lange etwas von seinem eigenen Weihnachtsexemplar hat, ist es wichtig, den Baum stufenweise zu akklimatisieren und später feucht zu halten. „Nicht den Baum sofort vom Feld ins Wohnzimmer holen. Dann verliert er schnell seine Nadeln. Vielleicht erst in den Keller stellen oder in einen anderen kühlen Raum“, gibt der Experte einen Tipp. „Gerade wenn der Baum in der Nähe einer Heizung steht oder gar Fußbodenheizung vorhanden ist, sollte man den Baum regelmäßig mit einer Sprühflasche befeuchten. Die Nordmanntanne nimmt Feuchtigkeit auch über die Nadeln auf.“

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