Coesfeld
Bürger und Beteiligte sollen mitreden

Coesfeld (ude). Endlich: Für die jahrelang diskutierte integrative Kita mit Frühförderung, die Haus Hall am Gerlever Weg errichten will, soll der Bebauungsplan aufgestellt werden. Dafür hat sich gestern Abend der Ausschuss für Umwelt, Planen, und Bauen mit großer Mehrheit ausgesprochen. Thomas Stallmeyer (SPD) stimmte dagegen. Er ist Chef des Aufsichtsrats der Stadtwerke, die den Kita-Bau im Wasserschutzgebiet ablehnt – auch wenn der Kreis als Untere Wasserbehörde sein O.K. gegeben hat.

Mittwoch, 05.12.2018, 22:12 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 14:14 Uhr

In der Sitzung ging es nicht mehr um die grundsätzliche Frage, ob die Kita an diesem Ort überhaupt entstehen soll, sondern darum ob für die Realisierung ein aufwändiges Bebauungsplanverfahren gestartet wird. „Wir sagen, dass dieses Verfahren überflüssig ist“, formulierte Hermann-Josef Peters von Pro Coesfeld. Es lägen die rechtlichen Voraussetzungen vor, ohne Planverfahren zu bauen, um Zeit zu gewinnen. „So können wir viel schneller Plätze für unsere Kinder schaffen“, so Peters. Die Vertreter der anderen Fraktionen befürchteten indes, ohne Bebauungplanverfahren die Bürger und anderen Beteiligten nicht ausreichend einbeziehen zu können, was Erster Beigeordneter Thomas Backes genauso sah. Die zeitliche Differenz, bis die Kita steht, bezifferte Backes mit „drei bis vier Monate“.

Nur bei einem Bebauungsplanverfahren könnten sich alle Beteiligten einbringen, argumentierte Gerrit Tranel (CDU). „Dafür darf es ruhig drei Monate länger dauern.“ Auch Dieter Goerke (Aktiv) hielt es für wichtig, „dass der Bürger seine Meinung sagen kann.“ Wegen der Kompliziertheit des gesamten Projekts sprach sich auch Wolfgang Kraska (FDP) für einen Bebauungsplan aus, wie Charlotte Ahrendt-Prinz (Grüne). Dass mit einer Fertigstellung der Kita vor Ende 2020 nicht zu rechnen sei, war in der Sitzung Konsens.

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