Coesfeld
Kuscheliges Gedränge

Coesfeld. Als gestern Mittag der graue Himmel aufreißt und nach drei größtenteils verregneten Weihnachtsmarkt-Tagen endlich ein paar Sonnenstrahlen zum Vorschein kommen, dauert es nicht lange, und der Marktplatz füllt sich. Und spätestens als die Dämmerung hereinbricht und es immer noch trocken ist, istCoesfelds gute Stube so gut gefüllt, dass das richtige Feeling aufkommt im kuscheligen Gedränge vor Buden und Ständen.

Sonntag, 09.12.2018, 18:51 Uhr aktualisiert: 10.12.2018, 11:14 Uhr
Coesfeld: Kuscheliges Gedränge
Zum Wohl: Diese Weihnachtsmänner ließen sich den Glühwein in der besonderen Atmosphäre des stimmungsvoll erleuchteten (Weihnachts-)Marktes schmecken. Fotos: Christine Tibroni Foto: az

„Es ist richtig schön hier. Der Besuch des Coesfelder Weihnachtsmarktes hat bei uns Tradition“, erzählt Sarah Lonsing, die mit Tochter Lina Sophie, Freundin Cyla Meyer und deren Sohn Nick die Krippe bestaunt. Jedes Jahr bummeln die beiden Frauen mit ihren Kindern über den Markt. „Dadurch, dass er nicht so groß und überlaufen ist wie die Weihnachtsmärkte in anderen Städten, kann man die Kinder auch einmal laufen lassen. Und man kann sich alles in Ruhe anschauen“, lobt die Coesfelderin. Anzuschauen gibt er einiges: Zahlreiche Stände mit schönen und nützlichen Dingen, vieles davon in liebevoller Handarbeit erstellt. So wie die Wollsocken, die Elke Schlüter verkauft. Jedes Jahr ist sie auf dem Weihnachtsmarkt in ihrer Heimatstadt vertreten, und auch nur da. „Ich arbeite das Jahr über an meinem Sortiment, um es am Weihnachtsmarkt-Wochenende anzubieten.“ Mit dem Geschäft ist Elke Schlüter trotz der ersten regnerischen Tage zufrieden. „Eigentlich war immer etwas los, und ich habe gut verkauft.“

Apropos Verkauf: Beim verkaufsoffenen Sonntag scheint ebenfalls der Rubel zu rollen, angesichts der prall gefüllten Einkaufstaschen, die zahlreiche Besucher nach Hause tragen.

Udo Hoppe, Geschäftsführer des Stadtmarketing Vereins Coesfeld & Partner, der das Stelldichein federführend organisiert, zieht gestern Abend im Gespräch mit der AZ eine positive Bilanz: „Wir sind sehr zufrieden, besonders freuen wir uns, dass einige Einzelhändler mit eigenen Aktionen vor ihren Geschäften den Weihnachtsmarkt aufgewertet haben.“ Damit sollte deutlich werden, dass der Weihnachtsmarkt die prägende Veranstaltung in der Innenstadt ist und nicht nur schmückendes Beiwerk für den verkaufsoffenen Sonntag, der bekanntlich kurzfristig auf der Kippe stand, weil die Gewerkschaft Verdi genau das kritisiert hatte.

Hoppe weiter: „Auch der Stadtmarketing Verein hat einiges mehr gemacht.“ So zauberte die Stelzenläuferin Aurora im schillernden Engelskostüm ein Lächeln auf die Gesichter der Besucher, die Marching-Band „Harry‘s Jazzband“ unterhielt mit weihnachtlichen Songs, und Nikolaus und Ruprecht verteilten im Getümmel Süßigkeiten.

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