Coesfeld
Keine Coesfelder „auf der Vermisstenliste“

Coesfeld. Schneemassen in der Alpenregion, Schreckensmeldungen von Lawinen-Unglücken, Winterurlauber, die in ihren Hotels und Ferienwohnungen festsitzen und immer mehr Schnee. Die Lage in Süddeutschland und Österreich bleibt angespannt.

Freitag, 11.01.2019, 17:31 Uhr aktualisiert: 12.01.2019, 08:02 Uhr
Coesfeld: Keine Coesfelder „auf der Vermisstenliste“
Der Blick aus dem Kinderzimmerfenster spricht eine eindeutige Sprache. Dieses Foto hat uns Inga Baas über Facebook geschickt. Die Coesfelderin lebt in Murnau am Staffelsee. Foto: Inga Baas

Eine Coesfelderin, die seit über 20 Jahren in Süddeutschland lebt, ist Inga Baas. Eingeschneit sei sie noch nicht, berichtet sie uns auf Facebook. „Auf das Schneechaos könnte ich gut und gerne verzichten“, schreibt sie.

In den Coesfelder Reisebüros finden die Wetterkapriolen keinen Niederschlag. „Das Schneechaos ist bei uns kein Thema“, sagt beispielsweise Eva Jayatilaka (ABC Touristik). Und weiter: „Wir haben aktuell keine Kunden in den betroffenen Regionen, sehen uns nicht mit vermehrten Fragen oder Unsicherheiten konfrontiert und verzeichnen auch keine Stornierungen.“ Ganz ähnlich äußert sich auch Luisa Buss (alltours Reisecenter): „Wir haben zwar Kunden, die derzeit im Skiurlaub sind, sie sind aber in anderen Regionen unterwegs.“ Vermehrte Anfragen oder gar Stornierungen – ebenfalls Fehlanzeige.

Die Kunden von Christa Brokamp haben es noch alle passend nach Hause geschafft. „Aktuell habe ich keine Kunden auf der Vermisstenliste“, zeigt sich die Geschäftsführerin vom Reisebüro Schlagheck erleichtert. „Wir hatten das große Geschäft über Weihnachten und Silvester“, berichtet Brokamp. „Jetzt ist es bis Februar wieder etwas ruhiger.“ Auch Stornierungen habe es bei ihr keine gegeben. Bei einer solchen Wetterkatastrophe, wie sie sich zurzeit in Bayern, Sachsen und Österreich abspielt, herrsche höhere Gewalt. Versicherungen greifen dabei nicht und auch Entschädigungen bleiben aus. Wer im Urlaub eingeschneit ist, dem bleibt nichts anderes übrig, als zunächst im Hotel zu bleiben. Natürlich hätten aber auch die Hoteliers nichts zu verschenken. „Für das Wetter kann ja niemand etwas. Aber manchmal gewähren Hoteliers in so einem Fall Sonderpreise“, sagt Brokamp.

Eine Gefahr von Überbelegung der Hotels wegen Gästen, die nicht abreisen können, bestehe aber nicht. „Es kommt ja auch kein neuer Gast zum Hotel hin“, erklärt Stephanie Schulze Repöhler vom Reisebüro Meimberg. Auch sie habe glücklicherweise zurzeit keine Kunden in den betroffenen Gebieten.

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