Coesfeld
„Schule ist wie Karussellfahren“

Coesfeld. Zum Schluss hatte Petra Femmer noch eine dicke Überraschung für alle Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther-Grundschule. „Heute ist hausaufgabenfrei!“, rief sie den Kindern zu, wobei das Wörtchen „frei“ im lautstarken Jubel unterging. Zuvor war es jedoch an Petra Femmer, sich überraschen zu lassen, denn die Schulgemeinschaft hatte ein buntes Programm vorbereitet, mit dem sie die 63-Jährige gestern Vormittag in den Ruhestand verabschiedete. Unter dem Motto „Spuren hinterlassen“ fand zunächst ein Gottesdienst mit Pfarrerin Birgit Henke-Ostermann statt, anschließend ging es im Schulfoyer munter weiter, wo zunächst die Schul-Hymne, umgetextet auf Petra Femmer, erklang. Welche Spuren die Pädagogin an der Martin-Luther-Schule hinterlassen hat, zeigten Mitglieder des Kollegiums in Texten und Bildern auf. Sie erinnerten an Petra Femmers erste Klasse, an ihre Musical-Produktionen, die Wittenberg-Fahrt und nicht zuletzt an ihre Tätigkeit als kommissarische Schulleiterin, die Petra Femmer knapp vier Jahre bis Dezember 2018 ausführte. Dass Femmer auch in ihrem neuen Lebensabschnitt Spuren hinterlassen wird, daran hatte Schulleiterin Ute Hoppe keinen Zweifel. Um gerüstet zu sein für den weiteren Weg, überreichte Hoppe einen Rucksack, den Schüler und Lehrer mit guten Wünschen gefüllt hatten. Grußworte sprachen für die Schulpflegschaft Jenny Müthing und für den Förderverein der Schule Hubertus Ruthmann, bevor sich das Kollegium mit einem Ständchen verabschiedete.

Donnerstag, 31.01.2019, 18:39 Uhr aktualisiert: 31.01.2019, 18:46 Uhr
Coesfeld: „Schule ist wie Karussellfahren“
Da musste Petra Femmer (r.) herzlich lachen, als Schüler und Lehrer die Schul-Hymne vortrugen, die sie passend zu Femmers Abschied von der Martin-Luther-Grundschule umgetextet hatten. Foto: Christine Tibroni

In ihrem Schlusswort zeigte sich noch einmal die gehörige Portion Optimismus, mit der Petra Femmer das Schulleben geprägt hat: „Schule ist ein bisschen wie Karussellfahren. Erst freut man sich darauf, dann sitzt man im Karussell und genießt die Fahrt, von der man von Anfang an weiß, dass sie irgendwann vorbei ist, weil andere einsteigen wollen. Ich steige jetzt in ein neues Karussell um. Macht‘s gut. Tschüss!“

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