Coesfeld
Brotmischung statt Sauerkraut

Coesfeld. Was früher noch Hort von Schattenmorellen, Apfelmus und Sauerkraut war, bietet jetzt Platz für eigens hergestellte Brotbackmischungen. Die neun katholischen Kindergärten der Gemeinden St. Lamberti und Anna Katharina beteiligen sich zusammen mit den Bäckereien Ebbing, Mey und Braun an der Solibrot-Aktion von Misereor.

Freitag, 08.03.2019, 19:02 Uhr aktualisiert: 10.03.2019, 11:04 Uhr
Coesfeld: Brotmischung statt Sauerkraut
Die Kitas der Gemeinden St. Lamberti und Anna Katharina nehmen an der Solibrot-Aktion von Misereor teil und verkaufen eigene Backmischungen: (h.v.l.) Nicole Volbert (Liebfrauenkita), Gabriele Hürländer (AKE-Verbundleiterin), David Laudano (AKE-Pastoralreferent), Martina Volmer (Kita St. Laurentius), Angelika Hemsing (Kita St. Lamberti), Rita König (Kita St. Jakobi), Dechant Johannes Hammans und Pfarrdechant Johannes Arntz, (v.v.l.) Eva Thentie (Kita Maria Frieden) und Walbert Nienhaus (Pastoralreferent St. Lamberti) mit Esma, Silas, Sophia, Svea, Tilda und Lena. Foto: Jessica Demmer

Während die Profis jeweils ein Brot aus ihrem Sortiment mit der passenden Banderole versehen und pro verkauftem Exemplar 30 Cent für den guten Zweck spenden, stellen die Kinder in ehrgeiziger Mission eigene Brotbackmischungen her. „Wir haben Weizenbrot, Vollkornbrot und ein Körnerbrot im Angebot“, erklärt Martina Volmer vom Kindergarten St. Laurentius. Abgefüllt werden die Mischungen in Gläser, die in den Kindergärten und von den Eltern gesammelt und für den guten Zweck zur Verfügung gestellt wurden. „Wir wollen 100 Stück pro Kindergarten verkaufen, aber wenn es mehr werden, umso besser. Dann produzieren wir nach“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Drei Euro kostet ein Glas, das bereits alle trockenen Zutaten beinhaltet. In der St.-Lamberti-Kita ist der Verkauf schon angelaufen, so Angelika Hemsing. „Eine Großmutter hat direkt zwölf Gläser für ihren Kegelclub gekauft. Insgesamt haben wir schon 60 Gläser verkauft.“ Damit haben sie schon gut vorgelegt. Ab der kommenden Woche können alle Interessierten dann auch in den übrigen Kindergärten und in den Pfarrbüros der Gemeinden die Backmischungen für den guten Zweck erwerben. „Unsere Türen stehen allen offen“, so Hemsing.

Die Solibrot-Aktion erstreckt sich über die ganze Fastenzeit, die Kinder lernen in dieser Zeit, wie in anderen Ländern gelebt und auch gegessen wird, erklärt Angelika Hemsing. „Sie verstehen, dass sie kein Essen verschicken können, aber sehr wohl Geld, damit sich wiederum andere Kinder in ärmeren Ländern Essen leisten können.“ Unterstützt werden Projekte in Kenia, Madagaskar und Indien.

Begleitet wird die Aktion durch weitere Veranstaltungen in den Gemeinden, berichtet Dechant Johannes Hammans. „Wir gestalten unsere Kirchen und Gottesdienste bunt und am 27. gibt es ein internationales Frühstück in den Kindergärten.“ Mitarbeiter der Gemeinden aus Kenia, Nigeria und Indien berichten den Kindern aus ihren Herkunftsländern.

Um noch mehr Menschen zum Kauf der Brotbackmischung zu bewegen, sind die Kinder am 29. März und 5. April von 7 bis 12.30 Uhr auf dem Wochenmarkt. Am 5. April endet auch die Aktion.

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