Coesfeld
Erweiterung der „Arche“-Kita denkbar

Coesfeld. Das war ein Lichtblick im langen Tunnel der Planung neuer Kita-Standorte: Im Familienausschuss am Dienstagabend verkündete Dr. Thomas Robers, Jugenddezernent der Stadt, dass die Anna-Katharina-Gemeinde einer Erweiterung der bestehenden „Arche“-Kita an der De-Bilt-Allee durchaus positiv gegenüber stehe und sich eine Erweiterung um zwei Gruppen, rund 35 Kinder, durchaus vorstellen könne. „Wir haben das Schreiben des Trägers am Wochenende bekommen und müssen nun schauen, wie wir das mit unserer Bedarfsplanung in Einklang bringen können.“ Und die sieht einiges vor.

Mittwoch, 13.03.2019, 18:47 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 07:50 Uhr
Coesfeld: Erweiterung der „Arche“-Kita denkbar
Bezüglich neuer Kita-Standorte laufen aktuell mehrere Projekte und Planungen. Im Familienausschuss fanden sowohl die Pläne der DJK am Haugen Kamp als auch die einer möglichen Erweiterung der „Arche“-Kita der Anna-Katharina-Gemeinde bei Verwaltung und Politik Zustimmung. Foto: az

Denn während jetzt bei den U3-Kindern eine Versorgungsquote von rund 40 Prozent erreicht ist, rechnet die Verwaltung mittelfristig mit 50 Prozent. „Dahinter versteckt sich der Bedarf von rund 80 neuen Plätzen für Kinder unter drei.“ Es seien zwar mit der geplanten Kita an der Osterwicker Straße und der am Gerlever Weg bereits zwei Projekte angestoßen, beide würden aber frühestens, so Dr. Robers, „und wenn alles gut läuft“, Anfang, Mitte 2021 fertig.

Hoffnung auf eine schnelle Lösung bot da das Angebot der Anna-Katharina-Gemeinde, denn das Grundstück stünde unmittelbar zur Verfügung, wie Pastor Johannes Hammans gestern auf Nachfrage erklärt. „Wir würden erweitern und, nach jetzigem Stand, zehn Plätze für U2-Kinder und 25 Plätze für Ü3-Kinder schaffen können.“ Das Bistum konnte die Gemeinde bereits bewegen zuzustimmen. „Das ist sehr ungewöhnlich, eigentlich machen sie das nicht mehr. Aber in unserem Fall würde es einfach Sinn machen. Konzeptionell und finanziell.“ Ludger Kämmerling (Grüne) war begeistert: „Diese Möglichkeit finde ich super. Das könnte schneller gehen als alles andere.“ Auch Ingo Niehues als Vertreter des Jugendamtselternbeirates begrüßte den Vorschlag: „Das andere ist noch so weit weg, wir haben den Bedarf schon jetzt.“

Auch die Pläne, mit der DJK einen neuen Kita-Standort am Haugen Kamp zu schaffen, wurde positiv von allen Parteien aufgenommen. Nicole Dicke (Pro Coesfeld) wünschte sich eine parallele Planung. „Wir unterstützen die Pläne mit der DJK auf jeden Fall.“ Dr. Robers bremste die aufkommende Euphorie einer schnellen Arche-Lösung: „Wir sollten Schnelligkeit nicht vor inhaltliche Konzeption stellen. Wir schauen uns zunächst unseren Bedarf an, sprechen mit den Trägern und stellen beide Konzepte, die der DJK und die der Arche, dann in der Ausschusssitzung am 25. Juni vor.“ Die alternativen Standorte, die vor der Sitzung von CDU und Pro Coesfeld durch Anträge ins Gespräch gebracht wurden – an der Daruper Straße gegenüber dem Baugebiet „Sommerkamp“ und auf dem Grundstück der geplanten Moschee an der Hansestraße, die wegen fehlender Finanzen nicht realisiert werden kann – stellten sich als unzureichend heraus. „Das Grundstück an der Hansestraße ist zu klein. Wir brauchen 2500 Quadratmeter, das sind nur 1000“, zog Dr. Robers schnell den Stecker. Inge Walfort (SPD) war von der Daruper Straße nicht begeistert. „Wir haben in dem Bereich schon vier Einrichtungen, soll da etwa noch eine hin?“ Am Ende waren sich aber alle einig: Sie folgten dem Vorschlag der Verwaltung, die im Juni sowohl die DJK- als auch die Arche-Pläne vorstellen will.

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