Coesfeld
Aus der zweiten Reihe ins Rampenlicht

Coesfeld. Warmklatschen, das war das Motto. Bereit sein, um den Hauptakteuren des Abends den angemessenen Applaus zu spenden. Die Musikschul-Band spielte den Einheizer, griff tief in die rockige Kiste und brachte die Bürgerhalle gestern Abend in Stimmung für fünf Coesfelder, die sonst nicht im Rampenlicht stehen, es aber absolut verdient haben – „ein Beispiel für das vielfältige Engagement in unserer Stadt“, betonte Bürgermeister Heinz Öhmann.

Montag, 18.03.2019, 22:28 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 16:42 Uhr
Coesfeld: Aus der zweiten Reihe ins Rampenlicht
Auszeichnung für die Ehrenamtspreisträger: (von links) Moderatorin Andrea Zirkel, Bürgermeister Heinz Öhmann, Andrea Hommel, Irmgard Nagel, Christiane Falk, Sabine Strick, Jürgen Stahl und Christian Overhage (Sparkasse Westmünsterland). Fotos: fw Foto: az

Der Handel ist wichtig für die Stadt und die Region, das machten die Gesprächspartner des Abend im ersten Teil der Veranstaltung deutlich. Das Handeln – genauer gesagt das gemeinnützige Handeln – steht dem nicht nach, knüpfte Andrea Zirkel, Pressesprecherin der Stadt, in ihrer Laudatio zur Verleihung der Ehrenamtspreise an. Allen Preisträgern sei gemein, dass sie meist im Verborgenen wirken, in der zweiten Reihe stehen. „Sie tun es, weil sie gerne etwas mit Menschen machen, weil sie Menschen mögen“, verwies Andrea Zirkel auf die Motivation, die diese fünf engagierten Coesfelder eine: Christiane Falk (Flüchtlingshilfe, Rock am Turm, Kids mit Handicaps), Andrea Hommel (Flüchtlingshilfe/Café International), Irmgard Nagel (Caritas und „Essen für Alleinstehende“ in der Anna Katharina-Gemeinde), Jürgen Stahl (DJK/VBRS-Zeltlager/Inklusion) und Sabine Strick (Telefonseelsorge). Sie alle erledigten ihr Ehrenamt mit Freude, mit Blick auf den Nächsten – „und mit offenem Herzen“, kommentierte Andrea Zirkel die Übergabe der Ehrenamtspreise durch den Bürgermeister, bestehend aus einer Urkunde, einer kleinen Skulptur und einer finanziellen Unterstützung durch die Sparkasse Westmünsterland.

Zuvor hatte Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen, die wirtschaftliche Situation der Region unter die Lupe genommen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Brexit stellte er bei den Unternehmen eine Verunsicherung fest: „Ich bezeichne es als leicht gedämpfte Euphorie, aber die Situation ist immer noch auf hohem Niveau.“ So sei gerade auch der Kreis Coesfeld mit seinen 16 000 Unternehmen einer der großen Wachstumstreiber.

Ein Gedanke, den Heinrich-Georg Krumme, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westmünsterland und IHK-Vizepräsident, sowie Bürgermeister Heinz Öhmann in der folgenden Talkrunde mit Moderatorin Silke Florijn gerne aufnahmen. Während Öhmann auf den begonnenen Weg des Glasfaser-Ausbaus einging und das Augenmerk auf weitere Industrie- und Gewerbegebiete sowie auf Flächen für den Wohnraum legte, freute sich Krumme über den endlich erfolgten Startschuss für den Lückenschluss der B 67n: „In spätestens fünf Jahren wird das geschafft sein.“ Ein weiterer, dicker Pluspunkt für die Region – für eine Entwicklung, die auch in Zukunft Applaus verdient.  | Porträts der Preisträger auf einer Sonderseite in dieser Ausgabe

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