Coesfeld
„Wohnen darf kein Luxusgut werden“

Coesfeld (ude). Zwei Wohnzimmersessel, Lampe und Regal in der Fußgängerzone? Mancher Passant blickt erstaunt auf die kleine Aktionsfläche, die der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Kreisverband Coesfeld, aufgebaut hat, um unter dem Motto „Bezahlbar ist die halbe Miete“ darauf aufmerksam zu machen, dass bezahlbarer Wohnraum immer knapper wird. Gaby Dickhoff vom Ortsverband berichtet aus eigener Erfahrung: „80 Quadratmeter auf zweieinhalb oder drei Zimmer verteilt und im Parterre habe ich unter 1000 Euro Kaltmiete in Coesfeld nicht gefunden“, beschreibt sie einen Zustand, der laut DGB verändert werden muss.

Dienstag, 26.03.2019, 19:42 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 09:44 Uhr
Coesfeld: „Wohnen darf kein Luxusgut werden“
Im mobilen Wohnzimmer: (v.l.) Norbert Dresen, Diana Schramm (beide DGB Coesfeld), Passantin, Gaby Dickhoff (DGB Coesfeld), Passantin, Volker Nicolai-Koß (Gewerkschaftssekretär DGB Region Münsterland). Foto: Ulrike Deusch

Um 30 Prozent seien die Mieten in Coesfeld seit 2015 gestiegen“, so Volker Nicolai-Koß (Gewerkschaftssekretär DGB Region Münsterland). „Wir brauchen bezahlbare Wohnungen, die sich auch junge Familien, Alleinerziehende und Rentner leisten können.“ Wohnen dürfe kein Luxusgut werden. Das findet auch eine Passantin, die ihre Unterschrift unter eine Petition setzt, die die Landesregierung auffordert, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Auch mehr sozialen Wohnungsbau fordert der DGB. Erst kürzlich hat der Kreisverband ein Positionspapier vorgestellt, in dem er unter anderem eine kommunale Wohnungstauschbörse anregt.

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