Coesfeld
Nahtloser Übergang erwünscht

Coesfeld. Wie ein Blitz eingeschlagen ist Ende März die Nachricht, dass die Schuhpark-Filiale in der Schüppenstraße/Ecke Süringstraße nach 13 Jahren schließt. Am 30. Juni ist dort letzter Verkaufstag. Grund für die Schließung des Geschäftes in Coesfeld sind Restrukturierungsmaßnahmen, nachdem das Unternehmen Fascies Schuhpark GmbH mit Sitz in Warendorf im Januar dieses Jahres Insolvenz angemeldet hatte.

Freitag, 12.04.2019, 22:08 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 08:08 Uhr
Coesfeld: Nahtloser Übergang erwünscht
Wenn es nach dem Willen der zuständigen Immobilienverwaltung in Witten geht, soll das Ladenlokal der Schuhpark-Filiale in der Schüppenstraße in Coesfeld, die Ende Juni schließt, möglichst schnell neu genutzt werden. Foto: Manuela Reher

Über die Gründe, warum gerade Coesfeld als eine der 18 Filialen, die in den nächsten drei Monaten aufgegeben werden, ausgewählt worden ist, kann nur spekuliert werden. Von Thomas Feldmann, dem Pressesprecher des Unternehmens Fascies Schuhpark GmbH, gibt es darüber keine Informationen.

Die Furcht vor einem weiteren Laden-Leerstand mitten in der Innenstadt scheint auf jeden Fall groß zu sein. Aber Christa Hardes von der gleichnamigen Immobilienverwaltung in Witten möchte den Stadtvätern und der Bevölkerung diese Angst nehmen. „Wir stehen in Verhandlung mit Interessenten“, sagt sie. Sie selbst habe erst Ende März von der Schließung der Filiale in Coesfeld erfahren und sei davon überrascht worden. Ursprünglich sei sie davon ausgegangen, dass der längerfristige Pachtvertrag mit der Fascies Schuhpark GmbH fortgeführt werde. Aber das Insolvenzrecht mache es möglich, dass bestimmte Kündigungsfristen nicht eingehalten werden müssten. Das habe zur Folge, dass sie nun als Immobilienverwalterin spontan reagieren müsse.

„Wir wollen auf jeden Fall eine vernünftige Einzelhandelsstruktur in Coesfeld erhalten. Das liegt uns sehr am Herzen“, betont Christa Hardes, deren Mutter Eigentümerin der Immobilien an der Schüppenstraße/Ecke Süringstraße ist.

Christa Hardes will nun versuchen, schnell einen oder auch mehrere neue „vernünftige“ Pächter zu finden, damit ein längerfristiger Leerstand auf jeden Fall vermieden werde. Das Ladenlokal der Schuhpark-Filiale sei sehr groß. Daher könnte Christa Hardes sich auch vorstellen, dass die Fläche aufgeteilt werden könnte, so dass dort mehrere Geschäfte neu eröffnen könnten. „Das war früher ja an dieser Stelle auch schon der Fall“, erinnert Christa Hardes an eine vormalige Nutzung. Bevor der Schuhpark dort eingezogen ist, fanden sich dort zum Beispiel noch die Bäckerei Geiping und das Oberbekleidungsgeschäft Carolin Vanity.

„Wir sind sehr flexibel, was die Nutzung betrifft“, betont die Immobilienverwalterin.

Auch das Ladenlokal, in dem zurzeit noch der Discount-Bäcker „Charleys Brotkorb“ untergebracht ist, gehört zu den Immobilien, die von Witten aus verwaltet werden. Dieses Geschäft in der Süringstraße schließe, sagt Christa Hardes. Aber es gebe einen nahtlosen Übergang, weil dort direkt ein anderer Discount-Bäcker einziehe.

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