Coesfeld
„Wildes Parken“ eindämmen

Coesfeld. Mit 14 Pollern soll die Fußgängerzone im Bereich Marktplatz/Lambertiplatz künftig begrenzt werden. Damit möchte die Stadt einem „wilden Parken“ an dieser Stelle begegnen, wie Fachbereichsleiter Ludger Schmitz in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planen und Bauen deutlich machte. „Der Lambertiplatz ist manchmal so zugeparkt, dass Feuerwehrstellflächen nicht mehr frei sind“, fügte Schmitz hinzu. Der westliche Abschnitt des Lambertiplatzes und der nördliche Abschnitt des Marktes würden in der städtischen Halteverbotszone liegen.

Samstag, 11.05.2019, 12:56 Uhr
Coesfeld: „Wildes Parken“ eindämmen
Immer wieder unzulässig geparkt wird auf dem Lambertiplatz, was demnächst durch Poller verhindert werden soll. Foto: Manuela Reher

Ein Verkehrszeichen, das darauf hinweist, steht unter anderem in Höhe der Jakobischänke in der Kleinen Viehstraße. Durch Zusatzzeichen wird das Parken in gekennzeichneten Flächen erlaubt.

Wer ein Fahrzeug führe, dürfe somit außerhalb der gekennzeichneten Parkflächen nicht länger als drei Minuten halten, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen oder zum Be- oder Entladen, machte Schmitz deutlich. „Dieses Verbot wird in der Realität häufig missachtet“, so der Fachbereichsleiter.

Auch regelmäßige Kontrollen der Stadt hätten die Autofahrer in der Vergangenheit nicht davon abgehalten, weiterhin dort zu parken.

Daher werde die befahre Fläche durch Möblierung so stark eingeschränkt, dass abgestellte Fahrzeuge den fließenden Verkehr behindern. Damit soll die Hemmschwelle deutlich erhöht werden, Autos in diesem Bereich abzustellen.

Für den täglichen Liefer- und Ladeverkehr sowie die Beschicker von Wochen- und Krammärkten bleibe der Marktplatz erreichbar. Drei der 14 Poller sind herausnehmbar. Ebenso berücksichtigt wurde in diesem Bereich die erforderliche Feuerwehraufstell- und Bewegungsfläche. Drei Sitzbänke sollen vor dem leerstehenden Gebäude an der Ecke Kleine Viehstraße/  Neustraße aufgestellt werden. Damit soll die befahrbare Fläche begrenzt werden.

Den Straßenverkehr an der Schnittstelle zwischen Kleiner Viehstraße und Neustraße zu verbieten, sei nicht möglich, erläuterte Schmitz. Schließlich müssten die gekennzeichneten Parkplätze auf der Kleinen Viehstraße zwischen Pumpengasse und Lambertiplatz und auf der Neustraße zwischen Marktplatz und den Straßen Hohe Lucht/Pumpengasse weiterhin nutzbar sein.

Diese acht Stellflächen mit Bodenmarkierungen hätten aktuell eine große Bedeutung für die Innenstadt. Diese Parkplätze könnten nur über die Kleine Viehstraße angefahren und anschließend über die Neustraße verlassen werden.

Hermann-Josef Peters (Pro Coesfeld) wollte angesichts der neuen Regelung wissen, wie die Arztpraxen, die sich diesem Bereich befinden, barrierefrei erreicht werden könnten. Erster Beigeordneter Thomas Backes hatte eine einfache Antwort parat: „In der Marktgarage parken und den Aufzug nutzen.“

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