Coesfeld
Mit dem Herzen gesungen

LETTE. Nach neun Monaten intensiver Vorbereitungszeit war es endlich soweit. Der Kirchenchor der Gemeinde St. Johannes Baptist aus Lette präsentierte Musik und Leben von Udo Jürgens im ausverkauften Atrium von Ernsting´s Family.

Mittwoch, 15.05.2019, 15:33 Uhr
Coesfeld: Mit dem Herzen gesungen
Voll besetzt war das Atrium von Ernsting‘s family, als der Kirchenchor St. Johannes Baptist aus Lette vor begeistertem Publikum Lieder des unvergessenen Künstlers Udo Jürgens anstimmte. Fotos: Marek Walde Foto: az

„Die Werke von Udo Jürgens sind nicht nur für ältere Menschen ansprechend, auch jüngere interessieren sich für den Künstler“, freute sich Chorleiter Maximilian Kramer.

Er beobachte derzeit eine Renaissance der Lieder des 2014 verstorbenen Musikers: „Ob Helene Fischer oder die Sportfreunde Stiller – sehr viele Interpreten covern die Musik, und sie wird auch auf Partys gespielt.“ Für den Chorleiter ist Jürgens eine herausragende Persönlichkeit. Er sei als genre-übergreifender Liedermacher nicht nur in die Schlagerecke zu stellen.

Aber nicht nur Kramer ist großer Anhänger der Musik des gebürtigen Österreichers, auch die 60 Mitglieder des Chors sind begeistert. „Beim Proben haben wir einen echten Zugang zu den Stücken gefunden“, berichteten mehrere Chormitglieder. So schafften sie es, die vielfältigen Lieder authentisch wiederzugeben. Sie hat beeindruckt, dass Jürgens immer das Ohr am Puls der Zeit und der Gesellschaft hatte.

Themen wie Integration, Gesellschaftskritik und Umweltschutz spielten immer wieder eine Rolle in der Musik des Künstlers.

Dies spiegelte sich auch in der aufwändigen Inszenierung des Kirchenchors wider. Die Mitglieder sangen insgesamt neun Lieder, dazu kamen vier Soli des Sängers Markus Eckrodt vom Coesfelder Jakobichor.

Der Chor präsentierte nicht nur die bekannten Gassenhauer wie „Ich war noch niemals in New York“, sondern sang auch ruhigere, unbekanntere Lieder des großen Künstlers.

Neben Eckrodt als Solist und Pianist begleiteten den Chor Martin Klusmann von der Coesfelder Musikschule am Schlagzeug und Stephan Otters von der Musikschule aus Bad Salzuflen am Bass.

Eine durchweg gelungene Inszenierung, die Chorleiter Kramer in seiner Moderation mit interessanten Fakten zu Werk und Leben Jürgens ergänzte.

Die 400 Besucher zeigten sich hellauf begeistert und forderten am Ende gleich mehrere Zugaben und würdigten die beeindruckende Leistung mit stehendem Applaus.

Da der Chor nicht in jedem Jahr ein weltliches Konzert gibt, müssen sich die Zuschauer wohl noch etwas gedulden, bis es wieder soweit ist. Maximilian Kramer und seine Mitstreiter freuen sich jedoch bereits wieder darauf und begeben sich jetzt an die Ideensammlung.

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