Coesfeld
Eine besondere Premiere

Coesfeld. „Das ist eine fantastische Möglichkeit, sich vorab zu informieren und erspart das Anklicken vieler Videos im Netz“, begeistert sich Gunther Rahenbrock, ein regelmäßiger Besucher des Konzert Theaters, nach der knapp zweistündigen öffentlichen Präsentation der Spielzeit 2019/2020. „Einen Nachteil sehe ich aber“, ergänzt seine Frau Betty schmunzelnd, „ich habe viel mehr als acht Veranstaltungen, die ich unbedingt sehen möchte“. Gut 150 Gäste haben sich zu dieser besonderen Premiere im Konzert Theater eingefunden.

Mittwoch, 22.05.2019, 17:30 Uhr
Coesfeld: Eine besondere Premiere
Bei der ersten öffentlichen Präsentation der neuen Spielzeit machen (v.l.) Hans-Christoph Zimmermann, Geschäftsführerin Dr. Ulrike Hoppe-Oehl und Bettina Maurer mit Hintergrundinformationen und Einspielern auf einer großen Leinwand Appetit auf viele Veranstaltungen. Foto: Ursula Hoffmann

Zum ersten Mal stellt die Ernsting Stiftung das neue Programm nicht nur der Presse vor, sondern alle sind eingeladen, bei freiem Eintritt in das vielfältige Angebot der nächsten Spielzeit hineinzuschnuppern. Drei Menschen sind dafür das ganze Jahr unterwegs, um Perlen aus dem Meer von Produktionen zu fischen, die zum Theater und zum Publikum passen. Und während der Aufführungen sorgen sie im Hintergrund für den reibungslosen Ablauf. An diesem Abend begeben sich Dr. Ulrike Hoppe-Oehl (Konzerte, Entertainment, Tanz und Ballett), Bettina Maurer (Schauspiel und Kindertheater) und Hans-Christoph Zimmermann (Musiktheater) einmal selbst auf die Bühne. Doch auch jetzt stehen sie nicht wirklich im Mittelpunkt, sondern treten zurück hinter die Künstler, die sie engagiert haben, um das Publikum zu begeistern.

Ihre Präsentation zeigt sehr deutlich, wie abwechslungsreich das Programm des Konzert Theaters gestaltet ist. Interessantes Hintergrundwissen, Anekdoten, Hörproben und viele Einspieler machen Geschmack auf mehr. Das Spielzeitheft wird wie gewohnt erst nach der Präsentation verteilt, aber jeder kann schon mal einen Blick in den Flyer werfen, der das Programm auf einen Blick zeigt. Da steht „König Ödipus“ als musikalische One-Man-Show. Interessant wird diese Veranstaltung aber erst durch die Information, dass Bodo Wartke schon als Schüler aus der griechischen Tragödie ein Musical machen wollte. Diese Idee ließ sich nicht verwirklichen und so wurde es eine besondere Bearbeitung, bei der er mit musikalischer Untermalung gekonnt in die verschiedenen Figuren schlüpft, wie ein Ausschnitt beweist. Und wenn bei dem Wort- und Musik-Programm „Die Menschheit hat den Verstand verloren“ ein Bild von Eva Mattes mit „Hey Pippi Langstrumpf“ unterlegt wird und man erfährt, dass die junge Eva die deutsche Stimme von Pippi Langstrumpf war und dieses Lied gesungen hat und die erwachsene Mattes jetzt aus Kriegstagebüchern von Astrid Lindgren liest, schließt sich ein Kreis.

Am Ende bedankt sich Dr. Ulrike Hoppe-Oehl nicht nur bei der Stiftung und den zahlreichen Helfern (Technik, Kasse, Einlass), sondern auch beim Publikum, das sich auf diese Veranstaltung eingelassen hat und dadurch sicher zum Experimentieren animiert wird.

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