Coesfeld
Fremdparker in Schranken weisen

Coesfeld. Gegen die geplante Halteverbotszone haben die Anwohner des Wahrkamp-Viertels nichts einzuwenden. Die Markierung von 77 Stellplätzen sei ebenfalls grundsätzlich in Ordnung, auch wenn an der einen oder anderen Stelle Nachbesserungen erforderlich seien.

Freitag, 24.05.2019, 12:24 Uhr
Coesfeld: Fremdparker in Schranken weisen
Foto: az

Allerdings warnten die Anwohner in der Bürgerversammlung davor, dass die Ausweisung der Halteverbotszone dazu führen könne, dass der Parkdruck in dem Areal in Zukunft noch größer werden könne. Immerhin würden fast 25 Parkplätze wegfallen, wie ein Anwohner sagte.

In der Bürgerversammlung, zu der die Stadt ins Forum der Kolping-Bildungsstätte eingeladen hatte, stellte Holger Ludorf vom Fachbereich Planen, Bauen und Verkehr die Planungen im Einzelnen vor. In die Halteverbotszone einbezogen werden sollen: Zufahrt von der Friedrich-Ebert-Straße zum Wahrkamp, Wahrkamp südlich der Verbindung „In den Kämpen“, Straße „In den Kämpen“ zwischen Wahrkamp und Wildbahn, der Burenstock und die Straße „Am Honigbach“ zwischen Wahrkamp und Burenstock.

Die Parksituation in den Straßen rund um den Wahrkamp habe immer wieder Anlass für Diskussionen geboten, wie Erster Beigeordneter Thomas Backes betonte. Die dort ansässigen Verwaltungseinrichtungen gelten als wichtige Arbeitgeber, würden aber auch dafür sorgen, dass der Parkdruck deutlich über dem städtischen Durchschnitt liege. „Es wird dort viel fremd geparkt“, räumte Backes ein. Auch Grundstückseinfahrten würden zuweilen zugeparkt. Daher erachte die Stadt es für sinnvoll, dort den ruhenden Verkehr zu ordnen.

Die Anwohner forderten den Ersten Beigeordneten auf, nochmal Gespräche mit den Behörden (Amtsgericht, Finanzamt, Kreispolizei, Kreisverwaltung) zu führen, um zu erreichen, dass diese mehr Parkplätze für ihre Bediensteten und Besucher ausweisen. Diesen Personenkreisen könne nicht grundsätzlich ein Vorwurf gemacht werden, dass sie in dem Areal Parkplatz-Tourismus betreiben würden. Die Anwohner äußerten zum Teil Verständnis für deren Situation. Doch Backes betonte, dass der Stellplatznachweis von den dort ansässigen Behörden bereits erbracht worden sei und keine weiteren Parkplätze gefordert werden könnten. Die Stadt selbst setze Schritt für Schritt ein Parkraumkonzept um. Es könne noch vier Jahre dauern, bis sich die Parksituation insgesamt entspanne. Dann könnten das geplante Parkhaus an der Münsterstraße und das Parkdeck an der Mittelstraße fertiggestellt sein.

Die Anwohner schilderten neben dem großen Parkdruck aber auch, dass in ihrem Viertel, in dem Tempo 30 gelte, viel zu schnell gefahren werde. Vor allem die Kreuzung „Zufahrtstraße von der Friedrich-Ebert-Straße-Straße und Wahrkamp“ sei nicht nur für die motorisierten Verkehrsteilnehmer, sondern auch für die Radfahrer – vor allem Schüler des Pius-Gymnasiums – und Fußgänger – darunter auch Senioren vom nahegelegenen Altenheim – sehr gefährlich. Dort müsse die Stadt dringend handeln, sagte ein Anwohner. Verkehrsspiegel und/oder eine Bodenschwelle direkt hinter der Einfahrt zum Parkplatz Finanzamt/ Amtsgericht schlugen die Anwohner als mögliche Lösungen vor.

Auf der Straße „In den Kämpen“ sollen nach dem Wunsch der Anwohner keine Stellplätze markiert werden. Sie wird als „wichtige Rad- und Fußwegverbindung“ vom Coesfelder Berg in die Innenstadt angesehen. Als Folge der Halteverbotszone im Wahrkamp-Viertel äußerte ein Anwohner Befürchtungen, dass der Hexenweg in Zukunft zum „Ventil“ werden könnte.

In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Plannen und Bauen am Mittwoch (26. 6.) soll über das überarbeitete Konzept beraten werden. | Kommentar

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6635910?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947601%2F
Nachrichten-Ticker