Coesfeld
125 Jahre Zusammenhalt, Bewegung, Mittelpunkt

Coesfeld. Ein Rad mit Speichen, die sich in der Nabe treffen – dieses Symbol wählte die katholische Frauengemeinschaft (kfd) St. Jakobi, um zu versinnbildlichen, was sie ausmacht: Zusammenhalt, Bewegung, die Konzentration auf die Mitte, auf Gott. Das sind die Konstanten seit 125 Jahren, so lange besteht die kfd St. Jakobi, die am 27. Februar 1894 gegründet wurde und gestern Nachmittag im Lamberti-Pfarrheim Jubiläum feierte. „Kein großes Fest, das hatten wir zum 120-jährigen Bestehen“, verriet Teamsprecherin Mechtild Wiesmann im Vorfeld. Klein, aber fein war die Feier, zu der Wiesmann zahlreiche Mitglieder begrüßte, darunter mit Maris Overkamp das langjährigste Mitglied. Seit über 60 Jahren gehört die 91-Jährige dem Verband an, der bei ihrem Eintritt noch als katholischer Mütterverein geführt wurde. So manches habe sich in all den Jahren verändert, aber „ich habe mich in der kfd immer wohlgefühlt“, sagt die Seniorin.

Sonntag, 26.05.2019, 11:38 Uhr
Coesfeld: 125 Jahre Zusammenhalt, Bewegung, Mittelpunkt
Ruth Rosker alias Elfriede Schulze Piepenbrink unterhielt die Frauen der kfd St. Jakobi, die gestern das 125-jährige Bestehen der Gemeinschaft im Pfarrheim feierten. Foto: ct

Wie sich die Gemeinschaft, wie sich die Frauen in der Kirche entwickeln würden, das konnte bei der Gründung niemand absehen und das lasse sich auch für die Zukunft nicht vorhersagen, meinte Ruth Fehlker, Pastoralreferentin und geistliche Leiterin der kfd-Gruppen in St. Lamberti. Fehlker in Anspielung auf Maria 2.0 weiter: „In den vergangenen Wochen haben wir viel Bewegung und Kraft erlebt. Von daher bin ich gespannt auf die nächsten Jahre und Jahrzehnte.“ Dechant Johannes Arntz griff in seinem Grußwort diesen Gedanken auf: „Es sind vor allem die Frauen, die Veränderung bewirken, weil sie mutiger sind, einfach machen und dran bleiben.“ Und speziell der kfd St. Jakobi schrieb er ins Stammbuch: „Es war und ist bis heute so, dass die Frauen aus St. Jakobi deutliche Worte finden. Da muss ich zwar manchmal schlucken, aber das ist dann mein Problem. Danke für Ihre Mitarbeit.“

Nach einem Wortgottesdienst und dem gemeinsamen Kaffeetrinken fand auch der Überraschungsgast des Nachmittags, Ruth Rosker alias Elfriede Schulze Piepenbrink, deutliche Worte. Mit deftigen Späßen über ihre bessere Hälfte und ihre lieben Nachbarn sorgte sie für Heiterkeit im Saal.

Zum Jubiläum wir die kfd noch eine Foto-Chronik erstellen, hierfür werden noch Aufnahmen speziell aus den 1950er,- 60er und -70er Jahren gesucht. Außerdem ist ein Konzert mit Bea Nyga in Vorbereitung.

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