Coesfeld
Bald geht’s rund auf der Münsterstraße

Coesfeld. Morgen wird auf der Bernhard-von-Galen-Straße erst einmal gefeiert – doch die nächste Baumaßnahme ist schon in Sicht. „Am Montag fangen wir an, die Baustelle an der Münsterstraße einzurichten“, berichtete Bau-Fachbereichsleiter Uwe Dickmanns gestern bei einem Pressegespräch im Rathaus. Es geht wieder rund. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn auf der bisherigen T-Ampelkreuzung Bernhard-von-Galen-/Münsterstraße entsteht in den nächsten Monaten ein Kreisverkehr. Bis Ende des Jahres soll er fertig sein, anschließend wird dann noch der Stadtauswärts-Arm der Münsterstraße umgebaut.

Mittwoch, 29.05.2019, 11:04 Uhr
Coesfeld: Bald geht’s rund auf der Münsterstraße
Die Fachleute der Stadt sind zuversichtlich, dass die Bauarbeiten am „Mini-Kreisel“, wenn das Wetter mitspielt, zügig über die Bühne gehen. Von links: Holger Ludorf, Uwe Dickmanns und Rudolph Berning. Foto: Detlef Scherle

„Wie lange das insgesamt dauert“, so Dickmanns, „hängt von der Strenge des Winters ab“. Und auch davon, ob noch archäologische Funde gemacht werden. Allerdings ist diese „Gefahr“ für den Baufortschritt etwas geringer geworden, weil die Stadtwerke und das städtische Abwasserwerk in den vergangenen Monaten vieles offen gelegt hatten – und in diese Baugruben haben auch die Wissenschaftler des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe schon mit hinein geguckt. Bei den nun folgenden Straßenbauarbeiten wird nicht mehr so tief gegangen, so dass die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass es durch Funde zu längerfristigen Verzögerungen wie seinerzeit auf der Bernhard-von-Galenstraße kommt.

Richtig los geht es mit einer Vollsperrung zwischen der Lamberti-Kirche und dem Café Central nach Pfingsten. Voraussichtlich bis November gibt es dort dann kein Durchkommen mehr. Wer in dieser Zeit in die Bernhard-von-Galenstraße einfahren will, weil er beispielsweise in der Marktgarage parken möchte, muss dann von der anderen Seite der Münsterstraße her kommen (aus Richtung Rettungsleitstelle/Daruper Straße). Zurück geht es auf dem selben Weg. Wenn der Kreisverkehr fertig ist, erklärte Dickmanns, laufe es dann umgekehrt. Dann kann man aus Richtung Lambertikirche kommend über den neuen Kreisverkehr in die Bernhard-von-Galen-Straße ein- und ausfahren – aber nicht mehr von der anderen Seite, die dann im nächsten Bauabschnitt umgebaut wird. Wenn alles glatt läuft, ist alles bis April 2020 fertig.

Längere Wege muss die Baufirma in Kauf nehmen. Die Materiallagerfläche für sie wird auf einer geschotterten Fläche am Katthagen geschaffen. Dickmanns: „Es gab innerstädtisch keine andere Möglichkeit.“

Hergerichtet wird der „Mini-Kreisel“ zunächst als quadratische Asphaltfläche, die durch eine Erhöhung (drei Zentimeter) in der Mitte und entsprechende Markierungen erst zum richtigen Kreisverkehrsplatz wird. Rundherum werden die Flächen gepflastert. Über drei Zebrastreifen können Fußgänger die Straßenseite wechseln. Die Radler bekommen keine eigenen Spuren, sondern fahren mit auf der Fahrbahn. Ursprünglich wollten die hiesigen Planer gar keinen Kreisverkehr an dieser Stelle, sondern einfach eine Rechts-vor-Links-Regelung. Die Bezirksregierung, die wegen der Fördermittel mitredet, hat ihn aber wegen der angeblichen Bedeutung der Münsterstraße für den innerstädtischen Verkehr zur Auflage gemacht.

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