Coesfeld
160 Läufer trotzen der Sommerhitze

Coesfeld. Hannes hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Sieben Runden will ich schaffen“, sagt der Achtjährige, der mit seiner Mutter Monika Heck, seinem Vater Uli Kleideiter und seinen Brüdern Jakob und Theo nicht das erste Mal beim Spendenlauf des Bunten Kreises an den Start gegangen ist. „Ich bin mit Papa schon ein paar Mal joggen gewesen“, antwortet Hannes auf die Frage, ob er denn für den Lauf trainiert habe. Als die Klappe schlägt und das Zeichen für den Start gibt, sprinten 160 Läufer los. Als größte Gruppe mit 53 Teilnehmern darf sich die Martin-Luther-Schule am Ende über einen kleinen Sonderpreis freuen.

Sonntag, 02.06.2019, 20:30 Uhr
Coesfeld: 160 Läufer trotzen der Sommerhitze
Auf die Plätze, fertig, los! 160 Läufer sind am Samstag beim Spendenlauf des Bunten Kreises Münsterland Runde um Runde gelaufen und haben insgesamt 11 700 Euro zusammenbekommen. Fotos: Florian Schütte Foto: az

„160 Läufer sind mehr als sonst, trotz der Hitze und des Brückentagwochenendes“, freut sich Pressereferentin Katrin Gangloff. Und es lohnt sich. Zum Schluss steht eine stolze Summe von 11 700 Euro, die in die Nachsorgearbeit des Bunten Kreises Münsterland fließt.

Über die Ritterstraße, wo die treuen „Fans“ des Katharinenstifts die Sportler anfeuern, geht es über rund zwei Kilometer einmal rund um die Promenade. Dort hat bereits die gemischte Samba-Truppe von Banda Adega und Bateria de CoeCoe Stellung bezogen, um den Läufern mit rhythmischen Klängen einzuheizen. Ohne die Uhr im Nacken zu haben, gibt jeder sein Bestes. Die Läufer – ein Querschnitt durch die Gesellschaft: Frauen und Männer, Kinder und Senioren, Nordic Walker, Menschen im Rollstuhl, Läufer mit einem Hund an der Leine – alle unterwegs für die gute Sache.

Kaum sind sieben Minuten vergangen, sprintet der erste junge Läufer im blau-weißen Trikot schon über die Ziellinie. „Und der FC Schalke diesmal wieder ganz vorne“, witzelt Moderator Thomas Borgert. Nach rund einer Stunde wird es für viele Läufer aber zäh. Bei knapp 30 Grad haben die Ehrenamtlichen an den Wasserstationen allerhand zu tun. Und trotzdem: Aufgeben kommt für viele nicht infrage. Die Läufer feuern sich gegenseitig an und winken sich zu. AZ-Redakteurin Christine Tibroni ist Bürgermeister Heinz Öhmann dicht auf den Fersen. „Jetzt krieg ich ihn“, sagt sie und zieht mit einem Gruß vorbei. Das will der Verwaltungschef jedoch nicht auf sich sitzen lassen und überholt die rasende Reporterin kurz danach wieder.

Eine halbe Stunde vor Ende lockt dann doch der Duft von frischen Waffeln und krossen Grillwürstchen viele wieder zur Ritterstraße. Aber Familie Kleideiter/Heck läuft immer noch. Während Mutter Monika um 18 Uhr neun Runden auf der Uhr hat, sind Papa Uli und Sohn Hannes noch auf der Strecke. „Dann packt ihn auch echt der Ehrgeiz“, staunt Monika Heck über die Leistung ihres mittleren Sohnes. Zehn Runden hat Hannes sogar letztlich geschafft – und 41 Runden stehen als Familienergebnis – eine starke Leistung!

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