Coesfeld
Datenautobahn wurde ausgebremst

Coesfeld. Das Tablet seiner Frau liegt seit Weihnachten mehr oder weniger ungenutzt herum. Alfons Hüwe ist sauer, weil es mit dem Glasfaseranschluss vor seiner Haustür nicht vorangeht. „Es tut sich einfach nichts mehr. Komplett Sirksfeld ist noch ohne Glasfaser“, echauffiert sich Hüwe, der bislang noch gar keinen Internetanschluss in seinem Haus hat. Das soll sich jedoch in der kommenden Woche ändern. „Zwischen dem 17. und 21. Juni geht es los mit den Anschlüssen“, verspricht Antje Evers, Pressesprecherin der Stadtwerke Coesfeld, deren Tochterunternehmen Omnion federführend zuständig ist.

Samstag, 15.06.2019, 15:02 Uhr
Coesfeld: Datenautobahn wurde ausgebremst
Seit einem Dreivierteljahr liegen die Rohre in Sirksfeld und sind bereits seit Anfang Januar mit Glasfaser bestückt. Nun sollen in der nächsten Woche auch die Anschlüsse erfolgen. Alfons Hüwe und die Anwohner in Sirksfeld freut es, dass es nun endlich weitergeht. Foto: Florian Schütte

Als Grund für die Verzögerung hat Hüwe vermutet, dass Omnion versäumt hatte, eine Genehmigung von Grundstückseigentümern einzuholen, weswegen das Unternehmen den Verteiler nicht erreichte. Die Ausbauarbeiten hat Hüwe genau protokolliert. Am 18. September 2018 seien die Leerrohre verlegt worden. „Damals sind wir noch davon ausgegangen, dass wir mit etwas Glück zu Weihnachten Glasfaser haben“, sagt Hüwe, der direkt 900 Euro in die Buddelkasse eingezahlt hatte. Daraus wurde jedoch nichts. Erst am 8. Januar habe dann das Unternehmen R + R Heming aus Stadtlohn die Glasfaserkabel eingeblasen. Auch dort warte man auf das „Go“, dass es weitergehen kann“, wie eine Mitarbeiterin des Sub-Unternehmens auf AZ-Anfrage erklärt. Das soll nun erfolgen. Grund für die Verzögerung war laut Antje Evers die Suche nach einem optimalen Streckenverlauf der Leitungen. Zwar habe zu Beginn der Arbeit bereits der Verlauf festgestanden. „Aber jetzt haben wir noch eine bessere Route gefunden und freuen uns, dass es losgeht“, erklärt Evers.

Alfons Hüwe freut es ebenfalls, dass der Anschluss an die Datenautobahn nun in Kürze erfolgt. „Denn ansonsten ist es so, als ob man Ihnen ein neues Auto vor die Tür stellt, Ihnen aber die Schlüssel dafür nicht gibt“, zieht Hüwe einen Vergleich. Dann kann auch das Tablet seiner Frau nun bald in Aktion treten.

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