Coesfeld
Digitale Tickets immer beliebter

Coesfeld. Auto parken, Standort in der App per GPS bestätigen und Parkdauer einstellen – fertig. So einfach ist das Parken mit dem Smartphone, das die Stadt Coesfeld Mitte Februar eingeführt hat – und immer mehr Bürger nutzen das digitale Angebot, wie die Zahlen der ersten vier Monate zeigen.

Samstag, 22.06.2019, 09:34 Uhr
Coesfeld: Digitale Tickets immer beliebter
Das Parkticket mit dem Smartphone bezahlen – das geht seit Mitte Februar in Coesfeld. Und immer mehr Bürger greifen auf das Angebot zurück, da sie dann nur die effektive Parkzeit bezahlen müssen. Foto: Florian Schütte Foto: az

Schon bis Ende Februar waren es 160 Transaktionen, im März 293 Parkvorgänge und im April 295. Nun liegen die Zahlen für Mai vor und zeigen noch einmal ein Plus von 27 Prozent im Vergleich zum Vormonat: 375 Parkvorgänge waren es im Wonnemonat. Das entspricht zehn bis zwölf Parkvorgängen pro Tag. Jeder Parkschein, der digital bezahlt wird, bringt der Stadt circa einen Euro ein. „Die Anzahl der Transaktionen und der Gebühren ist weiter steigend“, berichtet Andrea Zirkel, Pressesprecherin der Stadt Coesfeld. Dabei ist der Stadt durchaus bewusst, dass nicht jeder Parker gleich vom Münzgeld aufs Smartphone umsteigt. „Es kommt zunächst einmal darauf an, das Angebot überhaupt zu machen und den Umstieg auf zeitgemäßes digitales Bezahlen anzubieten“, erläutert Zirkel. Innerhalb eines Jahres rechne die Stadt damit, dass rund fünf Prozent der Parkvorgänge digital bezahlt werden würden.

Als Apps genutzt wurden Mobilnet, EasyPark, telekom, ParkNow und yellowbrick, wobei sich abzeichnet, dass die meisten Nutzer sich für EasyPark entscheiden. Nutzten anfänglich noch rund 40 Prozent der Parker EasyPark, sind es mittlerweile über die Hälfte. „Das könnte damit zusammenhängen, dass Dülmen sich auf diese App festgelegt hat und so mancher sie schon installiert hatte“, vermutet Zirkel. Die Anbieter unterscheiden sich in der Verbreitung, im Preis und in der Technik: ParkNow setzt beispielsweise auf eine kostenfreie App, die dem Autofahrer neben dem bargeldlosen Parken am Straßenrand auch eine ticketlose Ein- und Ausfahrt in Parkhäuser ermöglicht. EasyPark ist ebenfalls kostenlos. Mit dieser lässt sich die Parkzeit intuitiv starten, verlängern und stoppen. In jedem Fall sollten Nutzer die Apps und Preise vergleichen. Für Autofahrer, die viel herumkommen, eignet sich beispielsweise eher eine App, die in mehreren Städten verfügbar ist.

Die Vorteile des digitalen Bezahlens von Parkscheinen liegen auf der Hand. Wer bei einem Arztbesuch merkt, dass der Termin doch länger dauert, kann die Laufzeit in der App vom Wartezimmer aus bequem verlängern und muss kein Knöllchen fürchten. Außerdem wird nur die Zeit abgerechnet, die auch effektiv geparkt wurde. Während beim Bezahlen mit Münzgeld der Autofahrer in Vorkasse treten muss – und das womöglich für Parkzeit, die er dann doch gar nicht nutzt – bucht die App entweder über Paypal, die Kreditkarte oder die Handyrechnung erst später und eben nur für die tatsächlich genutzte Parkzeit ab. Ob ein Auto ein digitales Ticket hat, erkennen die Mitarbeiter des Ordnungsamts am Kennzeichen, das sie mit einem zentralen Online-System abgleichen. Die Kosten bleiben auch beim Handyparken übrigens unverändert bei 80 Cent pro Stunde.

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