Coesfeld
Hilkenbach wechselt nach Wuppertal

Coesfeld (ds). „Unser Chef geht – und wir wissen von nichts!“ Mitarbeiter der Stadtwerke Coesfeld haben sich Dienstagabend die Augen gerieben, als einige zufällig im Internet auf eine Nachricht aus Wuppertal stießen: „Hilkenbach ist neuer Chef der Stadtwerke Wuppertal“ berichtet die Wuppertaler Rundschau in ihrer Online-Ausgabe. Intern bei den Stadtwerken war der Wechsel da noch nicht kommuniziert worden. Gestern bestätigte deren Pressesprecherin Antje Evers auf Nachfrage unserer Zeitung den Wechsel Hilkenbachs, der seit 2016 auch Geschäftsführer der Stadtwerke Borken und seit 2018 zudem der gemeinsamen Gesellschaft „Emergy“ mit Sitz in Velen ist, vom Münsterland ins Bergische Land.

Donnerstag, 27.06.2019, 11:18 Uhr aktualisiert: 27.06.2019, 11:49 Uhr

Hilkenbach, der seit 2010 die Geschicke bei den Stadtwerken Coesfeld lenkt und dabei für wesentliche Weichenstellungen sorgte, war gestern persönlich für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. In einer Pressemitteilung von Emergy und den hiesigen Stadtwerken heißt es, dass er die Unternehmen „auf eigenen Wunsch“ verlässt. Ärger soll es nicht gegeben haben – das spiegelt sich auch in den ebenfalls schriftlich abgegebenen Stellungnahmen der Aufsichtsratsvertreter wider: Heinz Öhmann, Coesfelds Bürgermeister und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von Emergy, sowie Thomas Stallmeyer, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke Coesfeld, und Mechtild Schulze Hessing, Borkens Bürgermeisterin und Vorsitzende des Aufsichtsrates der Stadtwerke Borken, bedauern die Entscheidung Hilkenbachs. Gleichzeitig, so heißt es in ihrer Erklärung, sei es „eine ebenso große Anerkennung für die Arbeit von Hilkenbach“. Er hat die beiden Stadtwerke unter dem Dach der Emergy zusammengeführt. Der Gemeinschaftsbetrieb sei „inzwischen etabliert und so für die Zukunft inhaltlich sowie bilanziell sehr gut aufgestellt“. Der 45-Jährige soll sich in Wuppertal gegen ein starkes Bewerberfeld durchgesetzt haben.

Der genaue Termin des Wechsels des Betriebswirts, der in Wuppertal auch mehrere Gesellschaften unter dem Dach der Stadtwerke führen wird, steht noch nicht fest. Zum „frühestmöglichen Zeitpunkt“ wünschen ihn sich die neuen Arbeitgeber. In Coesfeld, Borken und Velen setzt man hingegen auf einen gleitenden Übergang. „Ein Vakuum wird es dabei nicht geben“, bringt es Stallmeyer auf den Punkt. In den nächsten Tagen, so Öhmann, soll ein Fahrplan festgelegt werden, um die Nachfolge zu regeln. Das werde „in aller Ruhe“ mit den zuständigen Gremien abgestimmt.

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