Coesfeld
Jetzt geht’s ab ins Mittelalter

coesfeld. Dr. Kristina Sievers freut sich: „Bisher war alles so abstrakt“, sagt die Leiterin des Stadtmuseums „Das Tor“. „Jetzt können wir konkreter mit der Planung loslegen.“ Anlass dafür ist eine Zusage der Lokalen Aktionsgruppe der Leader-Region Baumberge, die für die „Weiterentwicklung des musealen Konzeptes“ 230 000 Euro aus Leader-Mitteln ankündigt – abrufbar im Herbst.

Mittwoch, 17.07.2019, 18:08 Uhr
Coesfeld: Jetzt geht’s ab ins Mittelalter
Dr. Kristina Sievers (2.v.l.), Leiterin des Coesfelder Stadtmuseums, informierte die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe der Leader-Region Baumberge vor Ort über die geplante Weiterentwicklung des Walkenbrückentors. Die Montage zeigt Tor, Synagoge und Natz-Thier-Haus. Foto: wfc/Archiv

Zum Konzept gehören verschiedene Bausteine – allen voran die Weiterentwicklung der Dauerausstellung im „Tor“, wo zügig der dritte und letzte Abschnitt realisiert werden soll – auch, weil nur noch bis Ende 2020 dafür Fördermittel des Landschaftverbands Westfalen-Lippe zur Verfügung stehen. Thematische Schwerpunkte werden Mittelalter und Frühe Neuzeit in Coesfeld sein, konkreter die Hanse, die Religionskriege und Coesfeld als barocke Residenzstadt. „Ich arbeite eifrig an den Inhalten“, berichtet Sievers.

Geplant ist darüber hinaus eine Umgestaltung des Foyers – der Raum links neben dem Museumseingang – das langfristig auch für Veranstaltungen zur Verfügung stehen soll. „Das ist ein so schöner Raum, es wäre viel zu schade, ihn nicht intensiver zu nutzen“, sagt Sievers.

Das Gesamtkonzept reicht aber übers „Tor“ hinaus. Langfristig sollen die Synagoge und das Natz-Thier-Haus stärker als bisher in den Fokus rücken. Im Natz-Thier-Haus wird die Bürgerstiftung bekanntlich eine Geschäftsstelle errichten. Zugleich soll die Ausstellung zum Coesfelder Heimatdichter und Die-La-Hei-Gründer Natz Thier, seiner Familie und der Heimatbewegung in Coesfeld aber erhalten und unter der Leitung von Dr. Kristina Sievers überarbeitet werden.

Schließlich ist geplant, dass Besucher mittelfristig auch über QR-Code-Rundgänge in die Stadtgeschichte eintauchen können. Diese Form, Wissen zu vermitteln und die Vergangenheit erlebbar zu machen, ist ebenfalls ein Teil der „kulturhistorischen Auseinandersetzung mit der Region“, deren Förderung der Aktionsgruppe Leader am Herzen liegt.

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