Coesfeld
Geschichten über die Dinkel gesucht

Coesfeld / höven / EPE. Wer im Internet sucht, wo die Quelle der Dinkel liegt, der landet schnell bei Tipps, wie man Dinkel – das Getreide – quellen lässt. Diese Erfahrung machte die Coesfelder Autorin Doris Röckinghausen bei ihren Recherchen für ein neues Buch. Es trägt den Arbeitstitel „Die Dinkel, der Dreiländerfluss“. Es ist Teil des elf Projekte umfassenden Interreg-Programms „Living-Vecht-Dinkel“. Vertreter der Projektpartner stellten jetzt in Epe die Ziele des seit 2018 laufenden Vorhabens vor. Es sind Hochwasserschutz, regionale Wirtschaftsentwicklung und Umweltschutz im Gebiet von Dinkel und Vechte.

Freitag, 02.08.2019, 11:10 Uhr
Coesfeld: Geschichten über die Dinkel gesucht
Treffen am Dinkelstein in Epe (von links): Jessica Mach und Kordula Blickmann (Kreis Borken), Günter Oldekamp (Bürgermeister der Gemeinde Neuenhaus), Erik Lievers (Waterschap Vechtstromen), die Coesfelder Autorin Doris Röckinghausen, Landrat Dr. Kai Zwicker und Stephanie Woldringh (Euregio). Foto: az

Röckinghausen hat sich schon anderen grenzüberschreiten Flüssen wie der Berkel und Issel gewidmet (wir berichteten). Für das Dinkel-Buch sucht sie nun Menschen, die an der Dinkel wohnen, arbeiten und/oder ihre Freizeit verbringen und von ihren Erlebnissen berichten wollen.

Die interessantesten Beiträge werden in das zweisprachige Buch aufgenommen. „Ich bin gerade dabei, ein Gefühl für den Fluss zu bekommen“, sagt die Autorin. Berkel und Issel überschreiten zwar auch die Grenze; dennoch gibt es Unterschiede zur Dinkel. Die Berkel hat mehr Gefälle. Dennoch gab es auch an der Dinkel, die übrigens in Rosendahl-Höven entspringt, viele Mühlen, in denen Ölsaat, Flachs und Getreide verarbeitet wurden. „In Gronau hat die Dinkel urbanen Charakter“, sagt sie. Im Stadtgebiet wurde der Fluss vor allem für die Textilbetriebe mehrfach begradigt. „Es verändert sich eine ganze Menge“, hat sie festgestellt. „Blühstreifen werden angelegt, auch Fischtreppen wie die am Gronauer Freibad.“

Günter Oldekamp, Bürgermeister der Gemeinde Neuenhaus, wo die Dinkel in die Vechte mündet, berichtet von der ökologischen Erneuerung eines 90 Jahre alten Dinkelwehrs. Viele Eindrücke sollen in das Dinkel-Buch einfließen. Röckinghausen wird die Beiträge, die Bürger einreichen, journalistisch aufarbeiten. Mit aussagekräftigen Fotos soll das Buch die Bedeutung der Dinkel als grenzüberschreitendes und verbindendes Landschaftselement zwischen Deutschland und den Niederlanden darstellen.

7 Beiträge für das Buch können an info@wortart-roeckinghausen.de gemailt werden.

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