Coesfeld
Umzug rückt in Richtung Osterferien

Coesfeld. Wenn Schüler und Lehrer nach den Sommerferien in die Martin-Luther-Schule kommen, beginnt für sie das letzte Jahr im alten Gebäude am Köbbinghof. Bis sie aber in ihr neues Domizil in der ehemaligen Jakobischule umziehen können, wird es vermutlich Ostern werden. Das kündigt Uwe Dickmanns, Leiter des städtischen Fachbereichs Bauen und Umwelt, beim Ortstermin an.

Dienstag, 06.08.2019, 16:00 Uhr
Coesfeld: Umzug rückt in Richtung Osterferien
Uwe Dickmanns steht im Neubau in der künftigen Eingangshalle. Foto: az

Von der Idee, zum Schuljahresbeginn umzuziehen, hatte sich die Schulgemeinde schon Ende 2018 verabschieden müssen. Dann war von Herbst und Winter die Rede gewesen, jetzt vom Frühjahr. Die Maßnahmen sind umfangreich und aufwendig, nicht zuletzt wegen der Auflagen durch den Denkmalschutz, und die Handwerksbetriebe haben volle Auftragsbücher. „Ein Problem ist die Verzögerung aber nicht“, sagt Uwe Dickmanns. Schulleiterin Ute Hoppe – und vor ihr bereits die kommissarische Schulleiterin Petra Femmer – seien eng in die Planungen einbezogen.

Beste Bedingungen sollen die Mädchen und Jungen ebenso wie ihre Lehrkräfte im umgebauten und erweiterten Jakobischulgebäude an der Franz-Darpe-Straße bekommen, wo sie doppelt so viel Patz haben werden wie am jetzigen Standort. Ein Blickfang ist der schicke helle Anbau auf dem ehemaligen Schulhof, in dem künftig neben einer lichtdurchfluteten Eingangshalle auch die für den Offenen Ganztag wichtigen Räume untergebracht werden. Auch zwei Klassenräume samt Nebenräumen entstehen hier – ein Prinzip, das auch im Altbau für weitere sechs Klassen umgesetzt wird und das Voraussetzung für den Unterricht nach modernen pädagogischen Konzepten ist.

Für den Einsatz neuer Medien sind kilometerlang Kabel verlegt und technische Voraussetzungen geschaffen worden. „Tafeln mit Kreide wird es hier nicht mehr geben“, lacht Dickmanns. Mit dem Umbau bekommt die Schule auch einen Glasfaseranschluss.

Der Altbau wird energetisch komplett saniert, neues Dach, modernes Lüftungssystem und neue Heizung inklusive. Außerdem ist im Sinne der Inklusion ein Aufzug eingebaut worden., „Das war eine der schwersten Aufgaben“, berichtet Dickmanns. Wegen der Denkmalschutzauflagen durfte der Einbau von außen nicht zu erkennen sein und den historischen Baukörper nicht stören. Zeugen aus alter Zeit – das Gebäude wurde 1930 als Overbergschule eingeweiht – sind jetzt gut geschützt und werden später reaktiviert: große Teile des Fußbodens etwa, die Handläufe im Treppenhaus, Nischen für Heizkörper – und die Fliesen im künftigen Lehrerzimmer, das samt Verwaltung in den Souterrain zieht.

In der neuen Eingangshalle schon ein Schmankerl zu erahnen: Die einstige Außenmauer der Jakobischule in Richtung Schulhof wird als Innenwand des Anbaus erhalten und Geschichte und Gegenwart verbinden.

Gut sichtbar werden bald die Arbeiten an den Außenanlagen sein. „Vor allem wird in den nächsten Tagen der Pavillon abgebaut“, kündigt Dickmanns an. Der Schulhof wird Platz für Spielgeräte und ein grünes Klassenzimmer haben. Zur Franz-Darpe-Straße wird der Parkplatz wiederhergestellt.

Ob die veranschlagten 6,2 Millionen Euro für die Maßnahme eingehalten werden können, kann Dickmanns noch nicht sagen. „Bis jetzt sieht es aber gut aus.“

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