Coesfeld
Zwischen Hochzeit und Schützenfest

lette. Die St.-Johannes-Gemeinde hat wieder Besuch aus Rumänien. Auch diesen Sommer hat Pfarrer Ionut Imbrisca für einen Monat die Urlaubsvertretung in Lette übernommen, nun schon zum fünften Mal. 2007 kam er zum ersten Mal im Rahmen eines Austauschprogrammes als Student nach Deutschland und wohnte einen Monat lang bei Carsten Remke, der damals noch Pfarrer in Holtwick war. Aus diesem Kontakt ergab sich nach seiner Priesterweihe ein Vertretungsverhältnis, zunächst in Holtwick und dann in Lette für Remke sowie für seinen Nachfolger Pfarrer Stephan Wolf. So ist Imbrisca schon mehrfach im Juli und August Gast in der Letteraner Gemeinde gewesen – und fühlt sich dort sehr wohl. Besonders gefalle ihm, dass er in der kleinen Gemeinde so schnell mit den Gläubigen in Kontakt kommt. Auch die Kirchenmusik hat es ihm angetan: „Die Orgelmusik in der Heiligen Messe ist immer so schön feierlich. Und der Organist hier spielt klasse.“

Donnerstag, 08.08.2019, 17:40 Uhr
Coesfeld: Zwischen Hochzeit und Schützenfest
Auch dieses Jahr hatte Pfarrer Ionut Imbrisca bei seinem Besuch in Lette viel Freude. Foto: Falk Hemsing

Für Imbrisca, der in einer kleinen Gemeinde in der Nähe der Großstadt Iasi im Nordosten Rumäniens aufgewachsen ist, war der diesjährige Aufenthalt außergewöhnlich.

Denn Ende Juli besuchte ihn seine Familie aus Rumänien für einige Tage. Anlass war die Hochzeit seines Cousins, der vor fünf Jahren mit seiner Frau nach Deutschland gekommen ist und jetzt in Gelsenkirchen wohnt. Die Trauung fand im Beisein von Familie und Freunden aus Rumänien und Lette in der St.-Johannes-Kirche statt. „Während die Messe in rumänischer Sprache gehalten wurde, haben wir einige Lieder auch auf Deutsch gesungen“, freut sich Imbrisca über das besondere Ereignis. Mit seiner Familie, die zum ersten Mal nach Deutschland kam, besichtigte der Gastpfarrer noch Köln und Münster. Auch das diesjährige Schützenfest besuchte er wie in den vergangenen Jahren mit großer Freude.

Zu den Unterschieden zwischen den zwei Ländern fällt Imbrisca vor allem ein, dass in Rumänien der Trend zum Kirchenaustritt weniger ausgeprägt sei als in Deutschland. „Der Glaube bei uns ist stark.“ Jedoch beobachte er auch in seiner Heimat eine schleichende Säkularisierung: „Vor zehn bis 15 Jahren gingen noch mehr Leute in die Messe.“ Vor allem in den städtischen Gemeinden sei dies der Fall. Bald geht es für Imbrisca zurück in die Heimat. Doch auch dieses Jahr hat ihm sein Aufenthalt in Lette sehr gut gefallen.

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