Coesfeld
Handgranate in Stevede kontrolliert gesprengt

Coesfeld. Ein kurzer dumpfer Knall wie von einem Gewehr tönt über die L 581 in Stevede. Eine Staubwolke wirbelt von einem Feld herüber zum angrenzenden Fußballplatz. Kurze Zeit später kündigen drei Töne eines Signalhorns die Entwarnung an. Gegen 12.45 Uhr gibt die Polizei die Straße für den Verkehr wieder frei. Eine Handgranate hatte am Montagmittag eine zeitweilige Sperrung der Landstraße erfordert. Das Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg – eine britische Handgranate – musste kontrolliert gesprengt werden. Eine Joggerin hatte das rund 300 Gramm schwere Kampfmittel auf einem Feldweg dort am Morgen entdeckt, wie die Polizei mitteilt. Einsatzkräfte des Ordnungsamtes und der Polizei sicherten daraufhin den Bereich in der Nähe der Zufahrt zum Industriepark Nord.Westfalen.

Montag, 12.08.2019, 18:25 Uhr
Coesfeld: Handgranate in Stevede kontrolliert gesprengt
Diese britische Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg fand eine Joggerin bei ihrer Runde in Stevede. Foto: Stadt Coesfeld

„Im Boden sieht die Granate aus wie ein Stein und ist wohl durch Oberflächenkorrosion langsam freigelegt worden“, erklärt Horst Schöwe vom Kampfmittelräumdienst. Ewig sei über die Granate hinweg gefahren worden. Das alleine hätte den Sprengstoff wohl nicht zur Zündung gebracht. „Gefährlich ist das unsachgemäße Hantieren“, meint Schöwe, der die Granate deshalb „wie ein rohes Ei“ vom Feldweg auf den angrenzenden Acker gebracht habe. „Ein weiterer Transport war nicht mehr möglich, weil der Zündungsbügel fehlte“, erläutert Schöwe, warum nur die kontrollierte Sprengung zur Entschärfung blieb. Was zurückbleibt, ist ein kleines Loch im Acker und ein metallischer Geruch in der Luft. Eine Evakuierung war nicht nötig. Selbst die Esel auf der Weide nebenan ließ das Schauspiel unbeeindruckt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6845700?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947601%2F
Nachrichten-Ticker