Coesfeld
„Zustand alles andere als erfreulich“

Coesfeld. „Auf Dauer kann das so nicht weitergehen“, lautete der Hilferuf des ehrenamtlichen Tierpflegers Olaf Oehlert, der sich engagiert für die Tiere auf und unter Wasser im Helmuspark einsetzt. Vertreter von Pro Coesfeld folgten jetzt der Einladung und besichtigten den Helmuspark und die Teichanlage an der Stadtwaldallee. Diese Anlage wird seit etlichen Jahren durch Aloys Lütke-Sunderhaus ehrenamtlich gepflegt.

Sonntag, 25.08.2019, 16:02 Uhr
Coesfeld: „Zustand alles andere als erfreulich“
Mitglieder von Pro Coesfeld informierten sich jetzt über die Parkanlagen in Coesfeld: (v.l.) Olaf Oehlert, Josef Schulze Spüntrup, Aloys Lütke-Sunderhaus, Robert Böyer und Günter Hallay. Foto: az

Beide kümmern sich unentgeltlich um die öffentlichen Parks, leisten also, so die Einschätzung von Pro Coesfeld in der Pressemitteilung, einen nicht zu unterschätzenden Dienst an der Allgemeinheit. Die Wählergemeinschaft erkundigte sich nach der städtischen Unterstützung, denn immerhin lägen der Stadt die öffentlichen Parks doch besonders am Herzen, wie die Erneuerung des Liebfrauenparks zeige. Von Unterstützung wussten die beiden jedoch nichts zu berichten. Nur das Futter werde von der Stadt gestellt. Selbst die Anschaffung neuer Wasservögel bezahlen sie selbst.

Der Zustand sei mittlerweile alles andere als erfreulich: Am Helmuspark funktioniere der Springbrunnen schon seit Jahren nicht mehr. Dabei sei er nicht nur attraktiv für Besucher, sondern bringe auch Sauerstoff ins Wasser. Auch gegen Ratten gebe es keine städtische Hilfe; eine entsprechende Bitte sei mit dem Hinweis abgewiesen worden, man möge sich selbst um Fallen bemühen. Das aber, so Pro Coesfeld, könne man nicht von Bürgern erwarten, die sich ehrenamtlich um öffentliche Anlagen kümmern.

Lütke-Sunderhaus fürchtet sogar um den Bestand des Teiches. Seit fast 60 Jahren sei dieser nicht mehr ausgebaggert worden; das Wasser sei grün und drohe bei großer Wärme umzukippen. Es fehlen sichere Brutinseln, eine Hecke und überhängende Bäume müssten der besseren Sicht wegen zurückgeschnitten werden, und in den Teich gestürzte Äste sollten dringend entfernt werden. Eine deutliche Aufwertung der Anlagen sei also mit einfachen Mitteln zu erreichen – aber dies, betonen die Kommunalpolitiker, sei eine städtische Angelegenheit und müsse durch den Bauhof ausgeführt werden; Ehrenamtliche seien damit überfordert.

So wie bisher könne es nicht weitergehen. Parks seien besonders für Kinder und ältere Menschen wichtige Erholungsorte. Bevor man im Rat über einen – teuren – Streichelzoo überhaupt nur nachdenke, sollte man zunächst die bestehenden Teich- und Tieranlagen ordentlich ausstatten. Die Pro Coesfelder versprachen den Ehrenamtlichen, bei den nächsten Haushaltsberatungen die Aufnahme eines Haushaltsposten für Tierpflege zu beantragen.

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