Coesfeld
Dauerrot sorgte für Irritationen

Lette. Viel Zeit mussten die Verkehrsteilnehmer mitbringen, als sie am Wochenende den Bahnübergang auf der Bruchstraße in Lette überqueren wollten. Das Warnlicht am Andreaskreuz stand die ganze Zeit auf Rot – aufgrund eines technischen Defekts. Eine Halbschranke für Radfahrer und Fußgänger war heruntergelassen.

Montag, 26.08.2019, 08:02 Uhr aktualisiert: 27.08.2019, 10:32 Uhr
Coesfeld: Dauerrot sorgte für Irritationen
Dauerrot sorgte am Bahnübergang an der Bruchstraße in Lette am Wochenende für Irritationen bei den Verkehrsteilnehmern. Fotos: Marek Walde Foto: az

Das alles hat zu großer Irritation geführt. Denn ein vorbeifahrender Zug war die meiste Zeit über nicht in Sicht. Was war also der Grund für dieses andauernde Rotlicht, ohne dass der Regionalexpress die Straße querte, fragten sich die Verkehrsteilnehmer. Ein Schild „Bei Dauerrot Flugverkehr“, wie es an der Ampelanlage an der Kreuzung in der Nähe des Hubschrauberlandeplatzes an der Kreisverwaltung in der Coesfelder Innenstadt aufgestellt ist, gibt es an der Bruchstraße in Lette nicht.

Manche Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger verloren nach einiger Zeit des Wartens vor dem Rotlicht die Geduld und überquerten den Bahnübergang einfach bei Rot, nachdem sie sich aber vergewissert hatten, dass kein Zug angerauscht kam.

Doch Karen und Wolfgang Pohlmann, die zufällig an der Stelle unterwegs waren, wollten dem Schauspiel nicht mehr tatenlos zusehen. Sie ergriffen kurzerhand die Initiative und regelten am Bahnübergang Bruchstraße den Verkehr. Natürlich kam später auch die herbeigerufene Polizei dazu und übernahm diese Aufgabe.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, habe zu keiner Zeit Gefahr für die Verkehrsteilnehmer bestanden. Der Fahrdienstleiter sei informiert worden, dass sich die Zugführer diesem Bahnübergang in Lette besonders vorsichtig und mit gedrosseltem Tempo nähern sollten. Auch die zuständige Bundespolizei sei darüber informiert worden. Ein Techniker sei zwischenzeitlich vor Ort gewesen und habe bereits am Samstag das Problem gelöst. Doch das war nur von kurzer Dauer. Das Dauer-Rotlicht stellte sich am Sonntag wieder ein.

Die Polizei hat inzwischen empfohlen, den Bahnübergang zu meiden, denn man dürfe das Rotlicht auf keinen Fall missachten.

In unserem Facebook-Auftritt haben sich inzwischen Betroffene gemeldet. So ist Heike Börner auch dort am Bahnübergang auf der Bruchstraße entlanggefahren. „Brandgefährlich“, hat sie zu dem Ereignis kommentiert. Heinz Groth lobte die spontane Hilfe der Pohlmanns: „Super, finde ich sehr schön. Passt aber auf euch auf.“

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