Coesfeld
Aus für Soccer-Halle stößt bitter auf

Lette. Nach zwei Jahren als Zweigstelle des „Joy’n us Freizeitcenter“ in Dülmen war Ende Mai Schluss. Seit nunmehr drei Monaten wird nach einem Käufer für die Soccerhalle in Lette gesucht – bisher vergeblich, wie Frederic Voss, Eigentümer der Halle und Betreiber des Freizeitcenters, berichtet.

Donnerstag, 05.09.2019, 15:56 Uhr
Coesfeld: Aus für Soccer-Halle stößt bitter auf
Foto: az

Warum musste die Halle schließen? „Wir haben es zwei Jahre lang probiert, doch es hat sich einfach nicht gelohnt“, erklärt er den Hintergrund. Das Problem, erläutert Voss, sei dabei nicht einmal eine mangelnde Auslastung der Halle gegewesen. „Die war sogar sehr gut.“ Nein. Es fehlte Personal. „Es war ein zu großer Aufwand, beide Standorte gleichzeitig zu bespielen“, so der Inhaber des Freizeitcenters.

Die Halle ist bereits seit 1983 im Besitz der Familie Voss, war jedoch bis 2016 viele Jahre lang verpachtet, bevor Voss noch einmal selbst investierte. Nun soll sie den Besitzer wechseln. „Wir haben bereits ein paar lockere Gespräche geführt, konkretes ist hierbei jedoch nicht herumgekommen“, bedauert Voss.

Aktuell wird das ehemalige Freizeitcenter entkernt. „Die Bowlingbahnen gehen nach Dülmen, die großen Bubble-Bälle werden verkauft und der Rest wird eingelagert.“

In Lette wird das Aus für die Soccerhalle mit großem Bedauern registriert. Für den Abteilungsleiter Fußball von DJK-Vorwärts-Lette, Micky Richter, ist der Wegfall der Halle keine gute Nachricht. „Besonders für unsere Altherren ist das ein harter Schlag“, betont er. Diese hätten in den Wintermonaten wöchentlich die Halle genutzt, da die Kapazitäten auf dem Sportplatz begrenzt seien. „Auch für die jüngeren Mannschaften ist es schade. Die Zeiten in der Halle an der Grundschule sind sehr begrenzt und die Soccerhalle haben viele Teams für zusätzliches Training gebucht.“

Ein Ausweichen auf den Sportplatz, berichtet Richter, sei auch nicht zu jeder Zeit möglich, da der Platz bei Minus-Temperaturen gefroren sei. „Wenn es friert,“, erklärt er, „brechen die Halme auf dem Kunstrasenplatz.“

Es wird also schwieriger, in Lette in den Wintermonaten den Trainigsbetrieb aufrechtzuerhalten: „Entweder müssen die Spieler weit fahren oder sie müssen joggen und mit Übungen fernab vom Fußball trainieren“, meint Richter. Der Abteilungsleiter bedauert das Ende der Soccerhalle nicht nur für den Sportverein. „Für die gesamte Region wird einfach etwas fehlen. “

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