Coesfeld
139 neue Ständer rund um den Markt

Coesfeld. Die Fahrradständer rund um den Marktplatz sind – besonders bei Veranstaltungen in der City – häufig überbelegt. Dann wird teilweise wild geparkt – und es gibt kaum noch ein Durchkommen. Bisweilen kommen Radfahrer auch vom Einkauf zurück und ihre Leeze eiert beim Wegfahren. Grund sind die insbesondere im Bereich der Lambertikirche vielfach noch als Ständer vorhandenen Einschubbügel, die sich als echte „Felgenkiller“ erweisen können. Beidem, dem Mangel an Abstellplätzen und der Beschädigung durch nicht mehr zeitgemäße Ständer, soll nun abgeholfen werden. Der Planungsausschuss hat einstimmig ein neues Konzept beschlossen. Für insgesamt 124 000 Euro soll der Bereich noch in diesem Jahr mit modernen Ständern ausgestattet werden. 139 zusätzliche Plätze soll es geben.

Samstag, 14.09.2019, 13:06 Uhr
Coesfeld: 139 neue Ständer rund um den Markt
Völlig überfüllt ist vielfach der Fahrradständer vor der AZ. Dort soll künftig beidseitiges Einparken ermöglicht werden. Außerdem werden eine E-Bike-Ladestation und ein abschließbarer Schrank mit Fächern für Radtouristen aufgestellt. Foto: Marek Walde

Da der Marktbereich im Laufe des Jahres vielfach multifunktional genutzt wird, war es gar nicht einfach, dieses Plus zu realisieren, wie die Verwaltung in der Sitzung erläuterte. Teilweise stand der Brandschutz dem entgegen, aber auch Märkte und Sportveranstaltungen mit ihrem Platzbedarf stellten Hürden dar. Die hat die Verwaltung nun genommen – in Abwägung der unterschiedlichen Interessen. Und die Politiker folgten dem Vorschlag.

Das sind die Bereiche:

0 Kleiner Marktplatz: Dort sollen 30 herausnehmbare Fahrradständer mit Bodenhülsen montiert werden. Bei Krammärkten (sieben Mal im Jahr) und Sportveranstaltungen (zweimal im Jahr) können sie dann vorübergehend entfernt werden. Von den Kosten ist der Aufwand laut Verwaltung vertretbar: Für Sportveranstaltungen fielen für das Ab- und Wieder-Anmontieren jährlich 140 Euro an, bei den Krammärkten 490 Euro (Schätzungen des Bauhofs).

0 Zwischen Lamberti-Kirche und Rathaus sind zehn neue Ständer vorgesehen. Der Toilettenwagen, der an dieser Stelle sonst bei Großveranstaltungen steht, wird dann anderswo aufgestellt werden müssen. Hochzeitsgesellschaften, die dort sonst mit Sondergenehmigung parken, sollen auf neugestaltete Flächen an der Bernhard-von-Galen-Straße ausweichen.

0 Rechts vom Rathaus-Eingang sollen alte Ständer ersetzt und 20 neue kommen. Vorgesehen ist auch, dass in diesem Bereich eine Ladestation für E-Bikes im Rahmen des neuen Pedelec-Sharing-Systems der Emergy entsteht.

0 Südlich vom Eingangsportal der Lamberti-Kirche waren ursprünglich noch zusätzliche Ständer vorgesehen. Doch dagegen haben die Kirchengemeinde, Touristik-Fachleute der Stadt und der Denkmalschutz Einspruch erhoben. Jetzt werden dort nur ältere Modelle durch neue ersetzt.

0 Vor der Awo und dem Ärztehaus am Lambertiplatz werden 20 neue Ständer aufgestellt.

0 Auch vor dem AZ-Pressehaus in der Rosenstraße sollen neue Ständer aufgestellt werden, die das Einparken von beiden Seiten ermöglichen. Das Angebot wird um 35 Plätze erweitert. Auch dort soll es eine Ladestation für E-Bikes geben. Aufgebaut wird ferner ein Schließschrank, in dem zum Beispiel Rad-Touristen ihre Fahrradtaschen sicher verstauen können.

0 Vor den Arkadengängen (Post und Stadtwerke) soll auch eine neue Reihe mit Fahrradsständern entstehen. 24 neue Plätze sind vorgesehen.

In einem weiteren Schritt sollen nach Realisierung dieser neuen Ständer auch weitere Abstellanlagen außerhalb des Marktbereiches geschaffen werden.

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