Coesfeld
Tiny-Häuser: Prüfauftrag an die Verwaltung

Coesfeld (ds). Am Ende stand ein einmütiger Auftrag an die Verwaltung. Aber auch Skepsis, ob eine Tiny-House-Siedlung in Coesfeld überhaupt realisiert werden kann und sollte, war im Planungsausschuss deutlich zu vernehmen. Die Verwaltung soll zunächst checken, wie viele Interessenten es für solche Mini-Häuser gibt und die rechtlichen Rahmenbedingungen klären – erst danach soll unter Beteiligung der Politik dann gegebenenfalls nach einem geeigneten städtischen oder privaten Grundstück Ausschau gehalten werden.

Sonntag, 15.09.2019, 16:18 Uhr

Wie berichtet, trifft sich seit einiger Zeit ein Tiny-House-Stammtisch. Mit dessen Mitgliedern soll die Verwaltung Kontakt aufnehmen, auch um deren genaue Vorstellungen zu ermitteln. „Für mich sind da noch ganz viele Unsicherheiten“, äußerte sich Gerrit Tranel (CDU). Pro Kopf, meinte er, seien Tiny-Häuser gar nicht so ressourcenschonend. Thomas Stallmeyer (SPD) betonte, dass für Mini-Häuser die gleichen Auflagen gelten wie für andere Bauten. Für die Verwaltung rechnete Ludger Schmitz vor, dass Tiny-Bauen nicht immer kostengünstig sei. Bei 4000 m² für 15 Mini-Häuser fielen bei den derzeitigen Grundstückspreisen rund 50 000 Euro pro Parzelle an. „Ich kann mir da auch Verpachtung vorstellen“, zeigte Wolfgang Kraska (FDP) eine Alternative auf. „Zulassen, ausprobieren!“ lautete sein Credo. In diese Kerbe schlug auch Erich Prinz, dessen grüne Fraktion den Stein mit Ihrem Antrag ins Rollen gebracht hatte: „Wir sollten es versuchen.“

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