Coesfeld
Aus für Kita-Pläne am „mobile“

Coesfeld. Aus der geplanten Sport-Kita am Sport- und Gesundheitszentrum „mobile“, für die die DJK Eintracht Coesfeld-VBRS die Trägerschaft übernehmen wollte, wird nun doch nichts. Wie Vorsitzender Heinz Rengshausen gestern bei einem Termin mit der Stadt bestätigt, hat sich der geschäftsführende Vorstand dafür entschieden, das Projekt nicht weiterzuverfolgen.

Mittwoch, 18.09.2019, 10:34 Uhr
Coesfeld: Aus für Kita-Pläne am „mobile“
Vor dem „mobile“ am Haugen Kamp sollte die Kita errichtet werden. Doch dort ist zu wenig Platz, um das ambitionierte pädagogische Konzept umzusetzen. Außerdem würden Parkplätze verloren gehen. Und das Sportzentrum hätte selbst auch keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr. Foto: Archiv

Weitere vereinsinterne Gespräche, zum Beispiel mit der Tennisabteilung, so Rengshausen auf Nachfrage unserer Zeitung, seien vor dieser Entscheidung nicht mehr geführt worden. Was ist der Grund dafür, dass der engste Führungszirkel die Reißleine gezogen hat? Um das angedachte pädagogische Konzept mit dem Schwerpunkt Sportförderung auch nur einigermaßen abbilden zu können, wäre erheblich mehr Platz vonnöten gewesen, benennt Rengshausen die beengten räumlichen Verhältnisse als Haupt-Knackpunkt. Der Parkplatz vor dem Gebäude, ein Teil eines Nachbargrundstücks und auch mindestens zweier Tennisplätze hätte es dafür bedurft, erläutert er.

Mit einer Vier-Gruppen-Kita, die nur auf dem Parkplatz vor dem „mobile“ gebaut worden wäre, wie es letzte Pläne vorsahen, hätte man den pädagogischen Ansprüchen nicht gerecht werden können. „Und wir hätten auch keine Möglichkeit gehabt, die Einrichtung mal zu erweitern“, führt er aus. Nicht absehbar sei auch gewesen, ob es im „mobile“ selber später doch noch mal Erweiterungsbedarf gegeben hätte. Und ein Parkplatzproblem sei jetzt schon da – es hätte sich noch verschärft.

Das seien einfach „zu viele Kompromisse und zu viele Einschränkungen, mit denen wir uns Möglichkeiten für die Zukunft verbauen“, bringt es stellvertretender Vorsitzender Gerd Emrich auf den Punkt. „Deshalb ziehen wir uns lieber zurück“, ergänzt Rengshausen. Es sei aber „eine schwierige Entscheidung“ gewesen, unterstreicht er. Großes Bedauern schwingt in seinen Worten mit. Er hatte sich persönlich sehr stark für das Projekt gemacht und saß als Chef der Tennisabteilung zwischen allen Stühlen.

„Die Gründe sind für mich nachvollziehbar“, zeigt Beigeordneter Dr. Thomas Robers von der Stadtverwaltung Verständnis für den Beschluss der vier DJK-Vorstandsmitglieder, die den Verein im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches vertreten. „Wir bedauern das. Wir hätten das sehr gerne gesehen. Und auch der Verein hätte einen Mehrwert daraus gehabt“, betont er.

Er begrüßt, dass die DJK sich schon frühzeitig zurückmeldet – eigentlich wäre die Frist erst am 15. 10. abgelaufen. So können die Planungen für eine Alternative schon zügig beginnen. Es gibt keinen Zeitverlust.

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