Coesfeld
Zukunft des Puppenmuseums im Visier

Coesfeld. Für Marlene und Bernd Langehanenberg vom Puppen- und Spielzeugmuseum ist das Anliegen klar: „Wir möchten, dass dieses Museum weiter bestehen bleibt und dass es in gute Hände kommt“, sagt Bernd Langehanenberg. Und konkret: „Unser Wunsch ist es, dass die Stadt Trägerin wird.“

Samstag, 12.10.2019, 09:30 Uhr
Coesfeld: Zukunft des Puppenmuseums im Visier
Blick in eine Ecke des Museums: Historische Puppen-, Puppenwagen und Spielzeuge sind zu sehen, rechts ein Teil der Miniaturszenen, in denen Konrad Werner Einblicke in Coesfelder Häuser zeigt. Foto: Archiv

Ob dieser Wunsch in Erfüllung gehen kann, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Zwar haben Vertreter der Stadt und des Kulturausschusses bei einer besonderen Führung durch die Eheleute Langehanenberg die Exponate bestaunt und das Engagement der Museumsgründer gewürdigt, ob die Sammlung von Puppen, Puppenstuben und historischem Spielzeug aber in städtische Trägerschaft übergehen kann, hängt von vielen Entscheidungskomponenten und auch vom politischen Willen ab.

Erst vor ein paar Wochen hatte der Fachausschuss – vielleicht schon mit Blick auf die bevorstehende Anfrage der Eheleute Langehanenberg, die über ihre aktive Zeit hinaus die Zukunft des Museums sichern wollen – Kriterien festgelegt, wie grundsätzlich mit Sammlungen umzugehen ist, für die der Stadt eine Trägerschaft angetragen wird. Unter anderem ist ein Bezug zur Ortsgeschichte unabdingbar. Auf Ortsbezüge machte Bernd Langehanenberg denn auch besonders aufmerksam – unter anderem durch den Hinweis auf die Puppenstubensammlung des Wahl-Coesfelders Konrad Werner, der unter anderem Coesfelder Handwerksbetriebe in Miniatur geschaffen habe. Viele weitere Kriterien, darunter der finanzielle und narrative (Geschichte der Objekte) Wert der Sammlung müssen geprüft und entsprechende Expertisen angefertigt werden. Es wird auch darum gehen, welche personellen und finanziellen Anforderungen auf die Stadt zukämen, wenn sie das Museum übernähme.

Vor 15 Jahren ist das Puppenmuseum im Gebäude der Stadtbücherei unter der Führung von Marlene und Bernd Langehanenberg eröffnet worden, nachdem sich bereits 2000 der Trägerverein Puppen- und Spielzeugmuseum e.V. gegründet hatte. Grundlage des Museums ist die private Puppensammlung einer Frau aus dem Kreis Coesfeld, die allerdings in den vergangenen Jahren deutlich erweitert wurde. Puppenstuben, Blechspielzeug und andere historische Spielzeuge sind zu sehen. Das Museum finanziert sich über Vereinsbeiträge und Spenden sowie Zuschüsse vom Museumsamt. Es gilt als attraktives Ziel für Besucher weit über die Region hinaus.

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