Coesfeld
Abenteuerliche, bunte Schatzsuche

Coesfeld. Die Farben und Motive scheinen schier unendlich. Ob der grüne Hulk, der orangefarbene Kürbis, das blaue Krümelmonster, der rote Ochse auf gelbem Grund, Coesfelds Stadtwappen, oder ein weißes Gespenst. Zurzeit können aufmerksame Spaziergänger in Coesfeld bunte Steine, teils mit einer fröhlichen und motivierenden Botschaft finden. „Der Trend kommt aus den USA und soll den Menschen, die die Steine finden, ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, erklärt Sarah Sanchez. Sowohl sie als auch Fruszina Gebrine Vig haben fast gleichzeitig eine entsprechende Facebook-Gruppe ins Leben gerufen, legen diese aber nun zusammen. Das Konzept: Steine suchen, bemalen, verstecken und wenn man einen gefunden hat, in der Facebook-Gruppe COErocks posten, inklusive Angabe des Fundortes. Seit rund vier Wochen gibt es die Gruppen bereits, mehr als 120 Mitglieder haben sie schon und täglich kommen neue hinzu.

Dienstag, 22.10.2019, 10:36 Uhr
Coesfeld: Abenteuerliche, bunte Schatzsuche
Emily (11), Fruzsina Gebrine Vig, Korina (9) und Sarah Sanchez (v.l.) gestalten regelmäßig bunte Steine und verstecken sie in Coesfeld und Darup, um anderen Menschen eine Freude zu machen. Sie hoffen, dass sich viele Menschen dem mittlerweile weltweiten Trend, der aus den USA kommt, anschließen. Die entsprechende Facebook-Gruppe, in der man seine Funde und auch Andeutungen auf Verstecke teilen kann, heißt COErocks. Foto: Jessica Demmer

Sarah Sanchez und ihre Tochter Emily haben zum ersten Mal Ende September die bunten Steine versteckt. „Wir hatten das mal bei einer Bloggerin im Frühling gesehen und als Emily Geburtstag hatte und ich überlegt habe, was die Mädels machen könnten, sind wir auf die Idee gekommen.“ Gesagt, getan. Erst wurden Steine gesucht, dann mit verschiedenen Farben und Motiven versehen und während einer Nachtwanderung versteckt. „Das hat wirklich Spaß gemacht“, erinnert sich die Daruperin, die auch zunächst die Steine dort versteckt hat.

Auch für Fruszina Gebrine Vig hat dieser Trend etwas ganz Besonderes. „Damit kann man die Kinder auch wieder zum Spazierengehen motivieren. Es ist wie bei einer kleinen Schatzsuche, wirklich spannend.“ Sowohl beim Suchen der passenden Steine als auch nachher beim Finden der bemalten. „Auch fördert es die Kreativität. Eltern und Kinder können das zusammen machen, das finde ich gut.“

Wenn man einen Stein findet, kann man ihn entweder erneut verstecken oder ihn behalten – dann aber als Ausgleich einen neuen verstecken. Hauptsache, es kommen immer mehr Steine in den Umlauf, wie Sarah Sanchez erklärt. „Man postet die Steine auf Facebook in unserer Gruppe und kann auch kleine Hinweise geben, wo die nächsten versteckt sind.“

Zum Bemalen nutzen die beiden besondere Lackstifte. „Die Farbe ist nicht abwischbar, damit die Umwelt nicht belastet wird. Auch dürfen keine zusätzlichen Accessoires wie Glitzersteine oder Augen darauf geklebt werden, die können verloren gehen.“ Acrylfarbe und eine anschließende Fixierung mit Klarlack ginge auch. Der Fantasie sind unter Beachtung dieser Vorgabe aber keine Grenzen gesetzt. „Die Steine sollten ein schönes Motiv, den Gruppennamen COErocks und das Facebook-Symbol zeigen, damit jeder Bescheid weiß“, so Sanchez. Auch sollte der Grundgedanke, positive Botschaften auf die Steine zu schreiben, nicht gänzlich verloren gehen. Be happy, Viel Glück oder Keep Smiling zum Beispiel. Rund 50 Steine haben die beiden Familien jeweils bereits versteckt, aber noch keine gefunden. „Aber je mehr Menschen jetzt dabei sind, desto höher die Chance, dass wir auch mal einen finden“, freut sich Fruszina Gebrine Vig jetzt schon.

Eine kleine Spielregel gibt es noch: „Man sollte keine Steine klauen, um sie zu bemalen und sie sollten handlich sein. Man will ja auch keinen Trümmer mit sich herumschleppen“, ergänzt Sarah Sanchez mit einem Lachen.

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