Coesfeld
Bürgermeister setzt auf Kraft von Investitionen

Coesfeld. Investieren, investieren und nochmals investieren: Bürgermeister Heinz Öhmann hat auch mit dem letzten Haushaltsentwurf seiner Amtszeit ein klares Signal gesetzt, wie sich seiner Ansicht nach erreichen lässt, „dass Coesfeld weiterhin im Wettbewerb der Mittelzentren im Münsterland mit an der Spitze steht“. Er legte dem Stadtrat gestern Abend zwar ein Zahlenwerk mit einem Defizit von 1,4 Millionen Euro vor, das nur durch den Griff in die Rücklage ausgeglichen werden kann, kündigte aber gleichzeitig eine ganze Reihe von millionenschweren Projekten an, die – zum großen Teil mit (teilweise sogar mit bis zu 90 Prozent) Landesförderung – auf den Weg gebracht werden sollen.

Freitag, 08.11.2019, 11:04 Uhr
Coesfeld: Bürgermeister setzt auf Kraft von Investitionen
0 Der dritte Ausstellungsabschnitt des Museums „Das Tor“ wird für 146 000 Euro realisiert. Foto: az

Die Bildung ragt dabei einmal mehr als Leuchtturm heraus. 1,4 Millionen Euro will Öhmann allein für die Verbesserung der EDV-Ausstattung an den Schulen („Lernen im digitalen Wandel“) in die Hand nehmen. Hinzu kommen erste Planungskosten für den Umbau und die Sanierung des Schulzentrums und des Heriburg-Gymnasiums. Allein für das Heriburg-Gymnasium sollen schon rund 2,5 Millionen Euro an Planungskosten aufgerufen werden. 1,4 Millionen Euro will er in die Berkel-Promenade im Bereich Berkel-Residenz (Süringstraße) investieren, um den Fluss in der Stadt erlebbarer zu machen. 60 Prozent davon übernimmt das Land. Noch mal 10 Prozent höher ist die Landesquote sogar beim Naturberkel-Projekt in den Fürstenwiesen, das bis 2022 für 7,1 Millionen Euro umgesetzt werden soll.

Neben der Investitionskraft setzt Öhmann nach eigenem Bekunden auf Solidität, um seinem Nachfolger ein geordnetes Haus übergeben zu können. Eine solide Haushaltsführung sei auch die „starke Basis“ dafür, um die Zukunfts-Investitionen stemmen zu können. Er verwies vor allem auf die gute Liquidität der Stadt: 36,8 Millionen Euro hat er angesammelt, die zur Finanzierung der kommenden Investitionen eingesetzt werden sollen und damit Neuverschuldungen verzichtbar machen. Die Schuldenlast hat er von 30 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 11,6 Millionen Euro (prognostiziert für 2020) zurückgeführt. Das Defizit führte er vor allem auf Mehrbedarfe im Jugendhilfe- und Sozial-Bereich zurück. Zum Schluss stellte er klar, warum sich der Einsatz lohnte: „weil unsere Stadt und die Menschen in dieser Stadt wirklich spitze sind.“

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