Andrea Kohn über ihre Rolle als Teilzeit-Diva
„Emma P. ist jünger als ich“

Die gebürtige Berlinerin Andrea Kohn, besser bekannt in ihrer Rolle als Emma P., hat zwei ganz verschiedene Gesichter. Mit Redaktionsmitglied Daniel Peters sprach die 46-Jährige, dezent geschminkt und im roten Rollkragen-Top, über den Unterschied zwischen Diva Emma P. und Privatmensch Andrea Kohn.

Montag, 10.02.2014, 16:43 Uhr aktualisiert: 10.02.2014, 16:54 Uhr

Als Emma P. sind Sie in Coesfeld bekannt, die Frau dahinter ist es eher weniger. Was unterscheidet Andrea Kohn von Emma P.?

Andrea Kohn: Andrea ist eine Idealistin, die gerne für ihre Ziele arbeitet. Sie ist eine Träumerin, Visionärin und Romantikerin, die Kunst, Kultur und Liebe verbreiten möchte. Emma hingegen denkt pragmatisch und profitorientiert. Sie will reich heiraten, um nicht für fünf Euro in der Stunde arbeiten zu müssen. Außerdem ist Emma sieben Jahre jünger als Andrea und hat ein Problem mit ihrem Alter. 

Im September erscheinen zwei neue Bücher von Emma P.

Kohn: Das sind Zitat-Sammlungen über Frauen beziehungsweise Männer, die ich gemeinsamen mit meinem verstorbenen Agenten Kurt Heering zusammengestellt habe.

Haben Sie Beispiele?

Kohn: Zsa Zsa Gabor hat einmal gesagt: „Ich habe keinen Mann so gehasst, dass ich ihm seine Diamanten zurückgegeben hätte“ und Sigmund Freud schrieb über Frauen: „Die große Frage, die ich trotz meines 30-jährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: Was will eine Frau eigentlich."

Ihr aktuelles Buch gibt es jetzt für zehn Euro bei der AZ. Der Titel – „Artgerechte Haltung eines Männchens“ – klingt männerfeindlich.

Kohn: Das ist es aber gar nicht. Zwischen den Zeilen übe ich vor allem Kritik daran, wie berechnend und manipulativ manche Frauen vorgehen. Die eine Hälfte sind Beobachtungen, die andere Hälfte ist in meinem Kopf entstanden.

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