Bezirksregierung hat Lambertischule als Vorreiterschule für gemeinsamen Unterricht benannt
Impulse für Inklusion geben

Coesfeld. „Wir möchten anderen Schulen Mut machen, sich in Sachen Inklusion auf den Weg zu machen“, betonte gestern Johanna Köning, Rektorin der Lambertischule. Diese hat die Bezirksregierung Münster jetzt neben der Ludgerischule in Billerbeck als Vorreiterschule benannt. Schulrätin Dr. Walburga Henry erläuterte dazu: „Die Lambertischule hat eine hohe Kompetenz bei der individuellen Förderung jedes einzelnen Schülers; das ist eine wichtige Bedingung für gemeinsames Lernen.“ Außerdem würden sich im 14-köpfigen Lehrerkollegium sehr gute Teamstrukturen finden, was ebenfalls für das Gelingen von Inklusion wichtig sei.

Samstag, 23.11.2013, 17:28 Uhr

Die Lambertischule führe schon seit 1993 einen gemeinsamen Unterricht durch, so Johanna Köning. „Wir holen die Kinder mit ihren Stärken und Schwächen dort ab, wo sie stehen.“ Dabei könne es sich um leistungsschwache, hoch begabte Kinder oder Schüler mit Lernschwäche, körperlicher oder geistiger Behinderung oder mit sozial-emotionalen Problemen handeln. Konrektorin Martina Horst fügt hinzu: „Wir fördern jedes Kind optimal, je nach Bedarf.“ Von den 15 Lehrkräften für insgesamt 200 Schüler in der zweizügigen Lambertischule sind zwei Kolleginnen Sonderpädagoginnen. „Wir hoffen auf eine Sozialpädagogin“, so Johanna Köning. Auch die Eltern würden durch eine intensive Kommunikation mit ins Boot geholt.

Eine Besonderheit sei auch die Pädagogik der Drehtür. In Mathematik und Deutsch können die Schüler der dritten und vierten Klassen nach Bedarf am Unterricht des höheren oder tieferen Jahrgangs teilnehmen.

Schulrätin Dr. Walburga Henry wünscht sich, dass von der Lambertischule Impulse ausgehen, von denen andere Schulen profitieren können. Ab 1. Februar 2014 werden regelmäßig Hospitationen angeboten. Lehrkräfte aus anderen Schulen sammeln dann in der Lambertischule Erfahrungen zum Thema Inklusion.

Schuldezernent Dr. Thomas Robers kommentiert: „Wir sind froh, dass die Lambertischule den Bedarf abdeckt, den die Eltern haben. Wir sind in der glücklichen Lage, Standortkommune zu sein.“ Jetzt komme es darauf an, dass die Lehrerkollegien die Inklusion umsetzen würden.

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