Gesundheitsforum
„Eines der am stärksten belasteten Gelenke“

coesfeld. Unsere Hüfte ist ständig im Einsatz: Sie dreht sich, wendet sich und beugt sich – und das möglichst ein Leben lang. Doch die vielen Bewegungen belasten, und im Laufe der Zeit erkrankt das Hüftgelenk, verschleißt und schmerzt.

Montag, 29.10.2018, 10:14 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 29.10.2018, 10:11 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 29.10.2018, 10:14 Uhr
Gesundheitsforum: „Eines der am stärksten belasteten Gelenke“
Harm Dijkema, Leiter der Physiotherapie am Standort Coesfeld. Foto: az

Die VHS bietet im Rahmen des Gesundheitsforums Coesfeld einen Vortrag zum Thema „Das schmerzende Hüftgelenk – Ursachen und Möglichkeiten“ an. Die Referenten sind Dr. Dirk Sven Jakob sowie Harm Dijkema aus den Christophorus-Kliniken am Standort Coesfeld.

Der Vortrag findet am kommenden Mittwoch, 31. Oktober, im WBK (Osterwicker Straße 29 in Coesfeld) statt. Die kostenlose Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht nötig, weitere Informationen sind unter Tel. 8914033 (Christophorus-Kliniken) oder unter Tel. 94810 (VHS) erhältlich.

Im Vorfeld des Vortrags stellte AZ-Redaktionsmitglied Alexander Bitting dem Referenten Dr. Dirk Sven Jakob einige Fragen.

Welche verschiedenen Themenblöcke rund um das schmerzende Hüftgelenk werden beim Vortragsabend von Ihnen behandelt?

Dr. Dirk Sven Jakob: In erster Linie geht es um Erkrankungen des Hüftgelenks, allem voran um die häufigste Ursache für Schmerzen des Hüftgelenks, die Arthrose. Beleuchtet werden die Diagnostik und die konservativen und operativen Therapiemöglichkeiten der einzelnen Erkrankungen. Des Weiteren werden die verschiedenen Prothesentypen aufgezeigt.

Welche Bedeutung hat die Arthrose, wenn es um die Gesundheit des Hüftgelenks geht?

Dr. Dirk Sven Jakob: Die Arthrose ist die häufigste Ursache für Hüftschmerzen im Alter. Das Hüftgelenk ist eines der am stärksten belasteten Gelenke beim Gehen. Die Arthrose im fortgeschrittenen Stadium führt neben Schmerzen zur zunehmenden Einsteifung und Hinken bis zur Gehunfähigkeit.

Wie haben sich die verschiedenen Operationsmöglichkeiten und Prothesentypen im Laufe der Zeit weiterentwickelt?

Dr. Dirk Sven Jakob: Auch in den letzten Jahren gibt es deutliche Fortschritte in der Entwicklung von Kurzschaftprothesen. Mit diesen kann die ursprüngliche Anatomie besser wiederhergestellt werden, zudem sparen diese bei der Operation Knochen, sodass Wechseloperationen später einfacher durchgeführt werden können. Fast alle Hüftoperationen werden ‘minimal invasiv’ durchgeführt, das heißt unter maximaler Schonung der Weichteile, Muskeln, Haut und wie gesagt Knochen.

Was können Physiotherapeuten bei der therapeutischen Nachbehandlung einer OP oder auch bei der Prävention leisten?

Dr. Dirk Sven Jakob: Es gibt konservative Therapiemöglichkeiten, die vor einer fälligen Operation ausgenutzt werden sollten. Hier spielt die Physiotherapie eine wesentliche Rolle. Wünschenswert wäre auch eine adäquate Übungstherapie vor einer Hüftoperation, zum Beispiel zur Vorbereitung beziehungsweise zum Erlernen des Gehens mit Unterarmgehstützen. Direkt am ersten Tag nach der Operation wird mit krankengymnastischen Übungen begonnen. Hier werden stabilisierende Bewegungsübungen, Geh-übungen und Alltagsbewegungen erlernt, die der Vorbereitung für die Rehabilitationsbehandlung dienen. Zur Verhinderung von Bewegungseinschränkungen spielt die Physiotherapie die Schlüsselrolle vor und nach einer Operation.

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