Gesundheitsforum
Erkrankungen und Therapie im Fokus

coesfeld. Schilddrüsenerkrankungen sind häufig – neben Stoffwechselstörungen können entzündliche oder auch knotige Veränderungen der Schilddrüse eine Behandlung notwendig machen. Meist ist eine Beobachtung des Befundes oder medikamentöse Therapie ausreichend, in seltenen Fällen ist eine Operation erforderlich. Welche Patienten müssen operiert werden? Wann ist die Operation besser als die konservative Therapie?

Montag, 10.06.2019, 13:56 Uhr
Gesundheitsforum: Erkrankungen und Therapie im Fokus
Dr. Christiane Aschoff hält den Vortrag zum Thema Schilddrüse. Foto: az

Auf diese Fragen geht ein Vortrag der Christophorus-Kliniken im Rahmen des Coesfelder Gesundheitsforums ein. Es referiert Dr. Christiane Aschoff, Fachärztin für spezielle Viszeralchirurgie und Oberärztin der Chirurgischen Klinik 1. Im Anschluss ihres Vortrages steht sie für Fragen gerne zur Verfügung.

Der Vortrag findet am Mittwoch, 12. Juni um 19 Uhr an den Christophorus-Kliniken am Südring 41 in Coesfeld statt. Veranstaltungsort ist Haus E, es liegt rechts neben dem Haupteingang des Krankenhauses und ist ausgeschildert. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig. Weitere Informationen sind unter Tel. 02541/ 89-14033 erhältlich.

Im Vorfeld dieses Vortrags führte AZ-Redaktionsmitglied Alexander Bitting ein Interview mit Dr. Christiane Aschoff.

Welche Themenblöcke rund um die Schilddrüse werden von Ihnen an dem Abend behandelt?

Aschoff: Zunächst einmal geht es um die Anatomie und Funktion der Schilddrüse. Ein wesentlicher Anteil des Vortrags beleuchtet die verschiedenen Krankheiten. Da ich Chirurgin bin, werden natürlich die chirurgischen Aspekte der Therapie ausführlich dargelegt. Wann muss operiert werden und in welchem Umfang? Welche modernen diagnostischen Verfahren gibt es, um für den Patienten eine gute Entscheidung zu treffen? Gibt es Alternativen zur Operation?

An wen müssen sich Erkrankte zuerst wenden?

Aschoff: Wenn eine Schilddrüsenerkrankung vermutet wird, sollte sich der Patient zunächst an seine Hausärztin oder seinen Hausarzt wenden. Sind Blutuntersuchungen und Ultraschall unauffällig, ist eine Schilddrüsenerkrankung sehr unwahrscheinlich. Bei Auffälligkeiten erfolgt oft eine Überweisung zum Nuklearmediziner, der auch große Erfahrung in der Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse hat und zusätzlich unter anderem Schilddrüsen-Szintigraphien durchführt. Je nach Ergebnis dieser Untersuchungen erfolgt dann eine Vorstellung beim Chirurgen.

Welche technischen Innovationen bei Diagnostik und Therapie werden von Ihnen erläutert?

Aschoff: Zunächst werde ich die erforderlichen präoperativen diagnostischen Verfahren darstellen. Hier liegt der Schwerpunkt bei Knotenbildungen heute auf der Beurteilung durch eine Ultraschalluntersuchung. Auch Blutwerte sind wichtig. Eine weitere Säule der Diagnostik sind verschiedene szintigraphische Untersuchungen. Sollte eine Operation notwendig sein, sind viele Patienten besorgt, weil sie eine Verletzung der Stimmnerven oder der Nebenschilddrüsen befürchten. Ich gehe in meinem Vortrag auch auf moderne Überwachungs- und Darstellungsmöglichkeiten, wie Neuromonitoring oder Fluoreszenzangiographie, ein.

Wie lässt sich die Gesundheit der Schilddrüse positiv beeinflussen?

Aschoff: Eine ausreichende Zufuhr des Spurenelementes Jod ist wichtig. Dies erreicht man zum Beispiel durch den Genuss von Fisch oder die Verwendung von Jodsalz. Es gibt aber auch regionale Unterschiede – zum Beispiel küstenferne Regionen oder genetische, das heißt familiäre Aspekte, die sich dadurch nicht beeinflussen lassen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6678761?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947601%2F1402610%2F
Nachrichten-Ticker