Grundstück an der Grimpingstraße liegt brach / Wasser nicht kontaminiert / Nachbarn müssen sich einigen
Schadstoffe schlummern im Boden

Coesfeld. Schadstoffe schlummern im Erdreich und sind der Grund dafür, dass das Gelände an der Grimpingstraße, auf dem bereits im Frühjahr eine Brandruine Platz für ein neues Mehrfamilienhaus gemacht hat, noch immer brachliegt. Das bestätigte gestern auf Anfrage unserer Zeitung Christoph Nolte vom Kreis Coesfeld, der als Untere Landschaftbehörde zuständig ist. Auf dem Grundstück befand sich zuletzt ein Fahrradgeschäft, vorher jedoch waren dort Kraftfahrzeugbetriebe ansässig.

Mittwoch, 27.11.2013, 17:37 Uhr aktualisiert: 28.11.2013, 10:02 Uhr

„Untersuchungen haben ergeben, dass sich auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern Schadstoffe befinden – relativ oberflächlich, das heißt maximal vier Meter tief“, gibt Christoph Nolte Auskunft. Ist auch das Grundwasser in Mitleidenschaft gezogen? Das schließen die Umweltexperten aus. „Keine fünf Meter vom Schadensort entfernt befindet sich ein Brunnen, den wir untersucht haben“, berichtet Nolte. Auch weitere Bohrungen im Umfeld hätten keine Hinweise auf eine Kontaminierung des Wassers ergeben. „Wir sind sehr gewissenhaft vorgegangen“, versichert Nolte. Ein Gutachter-Büro sei eingeschaltet gewesen.

Dass der schadstoffhaltige Boden nicht längst ausgekoffert wurde, hat laut Kreis seinen Grund darin, dass noch nicht alle Abstimmungen zwischen dem Grundstückseigentümer und seinen Nachbarn erfolgt sind. Der Eigentümer habe großes Interesse an einer umfangreichen Sanierung, so Nolte. Die würde indes auch die Belange eines Nachbarn berühren. Details sollen nicht an die Öffentlichkeit. Nolte: „Da ist jetzt Fingerspitzengefühl gefragt. Die beiden müssen sich einigen.“ Sehr lange will der Kreis aber nicht mehr warten müssen.

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