Lukas Lettmann tritt im Chemie-Finalwettbewerb an / Hobbys liegen abseits der Naturwissenschaften
Zwischen Reagenzgläsern und Karate

Coesfeld. „Ich gehe auch diesmal nicht mit hohen Erwartungen ran“, sagt Lukas Lettmann aus Coesfeld. Diese hatte der 14-jährige Schüler des Gymnasiums Nepomucenum auch beim Landesausscheid des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt!“ nicht gehabt, trotzdem sprang am Ende der erste Platz in seiner Alterklasse heraus. Nun folgt im Juni die Finalrunde in Merseburg (Sachsen-Anhalt).

Sonntag, 10.04.2016, 00:02 Uhr

Lukas Lettmann tritt im Chemie-Finalwettbewerb an / Hobbys liegen abseits der Naturwissenschaften : Zwischen Reagenzgläsern und Karate
Chemie hautnah: Lukas Lettmann und sein Chemielehrer Dr. Matthias Rinke vom Gymnasium Nepomucenum. Der 14-Jährige nimmt Unterrichtwissen aber auch selbst gemachte Erkenntnisse mit zum Finalwettbewerb in Merseburg. Foto: mic

Vier Tage wird der Chemie-Wettkampf dann dauern. „Allerdings gibt es auch ein vielfältiges Rahmenprogramm“, weiß Lukas schon heute. Unternehmensbesuche und Sportspiele sollen Abwechslung neben den schriftlichen Tests liefern. Die vier Tage in Merseburg sind noch einmal eine Steigerung zum Landesfinale in Münster. An der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) galt es eine dreistündige Klausur zu absolvieren. „Da gab es auch Sachen, die ich nicht lösen konnte und Fehler gehörten auch dazu.“ Zwei Wochen später gab es die Lösungen aus denen Lukas neue Eindrücke gewann.

Als gute Vorbereitung für den Wettbewerb im Juni dient ihm ein Chemiebuch, das er für den ersten Platz in Münster bekam – eigentlich Pflichlektüre für das erste Semester im Chemiestudium. Außerdem will sich Lukas nochmals etwas genauer mit seinem Chemiebaukasten zu Hause beschäftigen. Das klappte schon zur Vorbereitung auf Münster.

Für Lukas ist der Wettbewerb aber nicht nur Konkurrenz. Beim zurückliegenden Landesentscheid freundete er sich mit einem Teilnehmer aus Bonn an. Und auch diesmal freut er sich schon darauf neue Leute kennenzulernen.

Und woher kommt nun das Interesse und Talent für Chemie? „Meine Eltern sind beide in diesem Bereich tätig, aber es macht mir einfach auch Spaß. Ich finde gut, wie die Theorie mit der Praxis bewiesen werden kann“, erzählt Lukas. Dabei verrät der 14-Jährige, dass er auch Physik und Mathe mag. Und bei der Entscheidung ob er eher organische oder anorganische Chemie mag, bleibt er diplomatisch: „Organische Chemie ist vielfältiger aber anorganische ist besonders gut für Versuche.“

Doch Chemie ist für Lukas nicht das ganze Leben. Bei der SG Coesfeld ist er aktiv im Karate und trägt zurzeit den lila Gürtel (5. Kyu). Außerdem spielt er seit der ersten Klasse Gitarre in der Musikschule. „Ab und zu gehe ich auch Joggen“, sagt der Coesfelder.

Die „Gefahr“, dass seine neunjährige Schwester ihm bald Konkurrenz macht, bestehe derzeit nicht. Zwar komme sie im nächsten Schuljahr auch auf das Nepomucenum, doch noch liegen ihre Vorlieben in anderen Bereichen. „Sie interessiert sich eher für Reiten und Tanzen“, erklärt Lukas.

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