Jüngste Projektwoche am Pius mit sportlichem Ziel / Motivation am wichtigsten / Weitere Ausbildungen folgen
Schüler werden zu DFB-Coaches

COESFELD. In der Sporthalle des St.-Pius-Gymnasiums ist es stickig. 24 Schüler rennen durch die Halle, immer dem Ball hinterher, und Zuschauer müssen aufpassen, keinen Ball an den Kopf zu bekommen. Unter Anleitung einer kleinen Schülergruppe aus dem Kurs werden Übungen und Techniken am Ball ausprobiert.

Freitag, 21.07.2017, 09:15 Uhr

Jüngste Projektwoche am Pius mit sportlichem Ziel / Motivation am wichtigsten / Weitere Ausbildungen folgen : Schüler werden zu DFB-Coaches
Alle 24 Schüler haben am Ende der Projektwoche ihre Trainer-Lizenz vom DFB erhalten und dürfen sich nun Jugend-Coach nennen. Fotos: Julia Walde Foto: az

Die jüngste Projektwoche kurz vor den Sommerferien am Pius-Gymnasium stand ganz im Sinne des Fußballs. Die Schüler wurden zu DFB-Junior-Coaches ausgebildet, um eine Trainerlizenz zu erhalten. Dazu leitete sie ein professioneller Referent des Deutschen Fußball-Bundes an.

Schüler zu Trainern ausbilden – dieser Aufgabe hat sich das Trainerteam um Sportlehrer Björn Wiemann angenommen. Referent Thomas Synowczik erklärt den Schülern alles, was sie wissen müssen, um mit Kindern zu trainieren, und zeigt vor allem, dass nichts wichtiger ist, als motiviert dabei zu sein: „Haut mal ein bisschen mehr Leben da rein“, ruft er mehr als einmal durch die Halle. „Wir sprechen hier davon, dass die Schüler am Ende mit Kindern arbeiten sollen. Die muss man motivieren und mit vollem Einsatz dabei sein“, erklärt Wiemann.

Im Dreischritt geht es für die Schüler durch den Tag: Erst Theorie, dann Praxis und am Ende Reflexion. Nach diesem Prinzip arbeitet auch der DFB.

Die Idee, Schüler zu DFB-Junior-Coaches auszubilden, ist entstanden, weil es im Kreis Coesfeld keine Schule gibt, die das schon gemacht hat. Es sind weitere Ausbildungen geplant und die nächste wird vor allem auch für Schüler von anderen Schulen sein. „Wir am Pius haben das Projekt für unsere Schüler bereits durchgeführt und nun sollen vorrangig Schüler von anderen Schulen auch die Möglichkeit haben, diese Trainer-Lizenz zu erwerben.

Und um diese Lizenz zu bekommen, trainiert der Projektkurs wohl härter als jeder andere. Davon, wie alle anderen Schüler um 13 Uhr mittags das Schulgelände verlassen zu können, können sie nur träumen. Es gilt, sich zu beweisen, und der Ehrgeiz ist spürbar.

Die Schüler sind hoch motiviert und interessiert. „Es gibt sogar welche, die sich Notizen machen“, sagt Wiemann. „Das habe ich selbst in der Oberstufe nicht“, lacht er.

Für viele Teilnehmer steht die Herausforderung, jüngeren Kindern die Vielfalt und den Spaß des Fußballs zu vermitteln, im Vordergrund. Trotzdem spielt natürlich auch die Begeisterung der einzelnen Teilnehmer für das Fußballspielen an sich eine große Rolle: „Ich wollte einfach die fünf Tage der Projektwoche Fußball spielen und Sport machen“, sagt Schüler Jannis Strompen.

Zum Schluss wird es dann ernst; die Schüler müssen sich beweisen: Vor dem DFB-Referenten Thomas Synowczik und einer Klasse von Drittklässlern der Lamberti-Grundschule. Mit ihnen müssen die Schüler in Teams nun eine Trainingseinheit durchführen und zeigen, dass sie wissen, wie sie mit den Kindern umgehen. Und sie wissen es. Mit viel Freude gehen die Kinder das Fußballtraining an. Die Kids werden spielerisch an den Ballsport herangeführt und dürfen sich richtig auspowern. Es wird gerannt ohne Ende. Die Drittklässler sind nicht müde zu bekommen. Am Ende der Einheit ist das Feedback der Kids durchweg positiv und alle Teilnehmer des Projektkurses dürfen sich nun DFB-Junior-Coach nennen.

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