Oswald-Schüler stellen ihr alkoholfreies Bier vor
Der fruchtig-herbe Geschmack Europas

Kreis Coesfeld. Es hat eine feine Krone, ist nachhaltig gebraut und vereint Europa nicht nur in seinem fruchtig-herben Geschmack, sondern auch in seinen Zutaten aus Bio-Anbau: das alkoholfreie Bier mit dem Namen „B-Europe“, das die Schüler der HBF-16 am Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg in Coesfeld am Freitag vor vollem Haus stolz präsentieren. In Frank Sibbing, Geschäftsführer der Brauerei Finne in Münster, hatten die angehenden Fremdsprachenassistenten einen Kooperationspartner gefunden, der sie besonders in der schwierigen Umsetzungsphase mit Freude unterstützte.

Freitag, 30.11.2018, 16:56 Uhr aktualisiert: 30.11.2018, 17:54 Uhr
Oswald-Schüler stellen ihr alkoholfreies Bier vor: Der fruchtig-herbe Geschmack Europas
Die Schüler der HBF-16 am Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg in Coesfeld haben ihr eigenes alkoholfreies Europabier mit dem Namen „B-Europe“ konzipiert. Am Freitag luden die angehenden Fremdsprachenassistenten zur Präsentation und Verköstigung ein. Foto: Florian Schütte

„Die größte Herausforderung war die Absprache mit allen Arbeitsgruppen, um am Ende ein rundes Produkt hinzukriegen“, sagt Rouven Schmidtke von der Projektleitung. Doch das Konzept kann sich sehen und das Ergebnis trinken lassen. Von der Marktforschung über die Produktausgestaltung und das Marketing inklusive Booklet, Werbefilm und Präsentation bis hin zum dezentralen Vertrieb haben die Schüler ihr Europaprodukt innerhalb von neun Monaten bis ins kleinste Detail zur Marktreife gebracht. Über eine Online-Umfrage, die sie in mehrere Sprachen übersetzten, haben sie viele Erkenntnisse bekommen, was Europäern beim Biergenuss wichtig ist. Fruchtig-herb soll der Gerstensaft sein, in einer braunen Flasche mit Kronkorken abgefüllt werden, möglichst Bio sein und höchstens ein bis zwei Euro je 0,33-Liter-Flasche kosten.

Das Ergebnis ist B-Europe – das „B“ steht für Bio, Bier und den englischen Imperativ „be“ (sei). Gebraut ist das Bier mit dem Slogan „Taste the diversity“ (Schmecke die Vielfalt) mit deutschem Wasser und Gerstenmalz sowie Hopfen aus Tschechien, England und Deutschland. „Der Hopfen bringt praktisch die Vielfalt hinein“, sagt Frank Sibbing schmunzelnd. Das Besondere an dem Bier sei die sogenannte Kalthopfung. „Das gibt dem Bier ein besonderes Aroma, ohne es zu herb werden zu lassen und hebt es von anderen Bieren ab“, sagt der Fachmann, der rund 100 Liter des Prototyps gebraut hat.

Auch das Corporate Design samt Logo setzt auf farbliche Vielfalt und bildet am unteren Rand des Etiketts die Skyline Europas ab.

Einziger Wermutstropfen: Vorerst bleibt es wohl beim runden Konzept. Denn um weitere Chargen zu produzieren, müsste das Bier von einem Investor vermarktet werden. „Die Idee dahinter ist aber total schön“, lobt Bildungsgangleiterin Karin Nee ihre Schüler. Und wer weiß...

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