Junge Szene
Abpinnen und vortragen ist ein No-Go

Jeder Schüler kennt sie und jeder muss sich an sie halten. Egal, ob pünktlich zum Unterrichtsbeginn in der Klasse sein oder das Erledigen der Hausaufgaben. Ohne das Befolgen der Schulregeln kommt kein Schüler wirklich weit. Doch auch unter den Schülern haben sich mit der Zeit Regeln entwickelt, an die sie sich halten sollten. Eine Auswahl dieser ungeschriebenen Schulregeln stellen wir euch nun vor.

Freitag, 01.02.2019, 18:17 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 18:20 Uhr
Junge Szene: Abpinnen und vortragen ist ein No-Go
Wer bei seinem Banknachbar die Hausaufgaben abschreibt, begeht eine „Todsünde“, wenn er diese dann vor der Klasse als seine vorträgt – dies ist aber nur eine von sechs ungeschriebenen Schulregeln. Foto: Florian Schütte Foto: az

Kennt ihr das, ihr habt euch richtig viel Mühe bei einer Deutsch-Analyse oder einer schwierigen Matheaufgabe gegeben, dann habt ihr einem Freund aus der Klemme geholfen und ihn eure Hausaufgaben abschreiben lassen und dann meldet er sich einfach zum Vorstellen der Hausaufgabe und kriegt das ganze Lob dafür? Seid nicht dieser Freund, ihr wisst bestimmt selbst genau, wie mies das ist.

Andersherum ist es aber genauso. Wenn euch jemand fragt, ob er die Hausaufgaben abschreiben darf, dann lasst ihr ihn abschreiben. Er würde das Gleiche für euch tun, und es wirkt sich echt nicht gut auf die Note aus, wenn man als Schüler die Hausaufgaben nicht hat. Dass er sich dann an die vorhergegangene Regel hält, muss man dann einfach voraussetzen. Wenn nicht, darf diese Person beim nächsten Mal auch nicht abschreiben. Das mit dem Abschreibenlassen gilt übrigens auch bei Klassenarbeiten.

Einige von euch werden auch eventuell einen Partner oder eine Partnerin in eurer Klasse oder Stufe haben. Außerdem wollt ihr dort vielleicht nicht unbedingt auf Zärtlichkeiten und Liebeleien untereinander verzichten. Aber bitte: Haltet euch ein wenig zurück. Für eure Klassenkameraden ist es oftmals sehr unangenehm, euch dabei zuzusehen. Außerhalb der Schule werdet ihr sicher die eine oder andere Minute dafür finden.

Eine Tatsache, die für viele Schüler unvorstellbar scheint ist, dass eure Lehrer auch Menschen sind, die Dinge mitkriegen. Auch wenn sie es oftmals nicht zeigen, bekommen sie die meisten Gespräche im Unterricht mit. Wenn ihr also eurem Freund während des Unterrichts dringend etwas erzählen müsst, dann überlegt erst, ob euer Lehrer das theoretisch auch hören dürfte. Wenn dies nicht der Fall ist, dann lasst es, denn die Wahrscheinlichkeit, dass der Lehrer es hört, ist ziemlich hoch.

Ein weiteres unausgesprochenes Gesetz in der Schule ist der Respekt vor älteren Schülern. Man möchte meinen, dass dies eine Norm in der Gesellschaft sei, aber besonders jüngere Schüler scheinen dies zu Beginn ihrer Schullaufbahn noch nicht wirklich zu verstehen. Wenn euch jemand im Bus nach dem freien Sitzplatz neben euch fragt und euer bester Freund, für den ihr freigehalten habt, nicht direkt dahinter steht, rutscht doch auf. Denn: Niemand möchte gerne im Bus stehen, wenn noch Sitzplätze frei sind. Das Freihalten von Sitzplätzen lässt sich allerdings auch auf so manch älteren Schüler übertragen.

In quasi jeder Stufe gibt es Schüler, die ständig ihre eigenen Sachen vergessen und sich alles Mögliche von ihren Mitschülern ausleihen. Wenn ihr euch mal etwas leiht, gebt es auf jeden Fall frühzeitig wieder zurück. Außerdem übertreibt es nicht mit dem Ausleihen, irgendwann geht es jedem auf die Nerven, wenn man sich alle naselang etwas von einem leiht, was man sich genauso gut selber kaufen kann. Mit der Einhaltung dieser ungeschriebenen Schulregeln kommt ihr sicherlich gut durch die Schulzeit und außerdem wären damit viele unnötige Streitereien aus der Welt.

Katharina Stegemann & Sophia Lübbering

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