Junge Szene
Humorvolles Abenteuer lässt Fragen offen sssss

Es gibt Bücher, die fast jeder Schüler in seiner Schullaufbahn einmal lesen muss. Dabei sind manche Romane gar nicht so schlecht. Andere wiederum sind bei Schülern verhasst. Wir stellen euch in einer neuen Serie Bücher vor, mit denen ihr vielleicht im Klassenzimmer früher oder später Bekanntschaft macht. Den Anfang macht „Tschick“.

Freitag, 01.02.2019, 18:17 Uhr aktualisiert: 02.02.2019, 09:20 Uhr
Junge Szene: Humorvolles Abenteuer lässt Fragen offen sssss
Tschick ist ein Roman, der oft im Unterricht behandelt wird. Foto: az

Der Roadmovie-Roman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf handelt von Maik Klingenberg, der die Sommerferien alleine zu Hause verbringt, da seine Mutter einige Wochen in einer Entzugsklinik ist und sein Vater mit seiner Assistentin auf Geschäftsreise fährt. Kurz vor den Sommerferien lernt er Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, in der Schule kennen. Dieser stammt aus den Hochhäusern in Hellersdorf und hat eine schlechte Vergangenheit. Während der Sommerferien begeben sich die beiden dann mit einem geklauten Lada auf eine spannende und gefährliche Reise, um am Ende in die Walachei zu gelangen.

Der Humor in dem Buch ist gut dargestellt. Es gibt viele lustige Stellen, die den Leser zum Schmunzeln bringen. Andere Passagen sind dagegen auch spannend und aufregend geschrieben. Diese machen es dem Leser schwer, das Buch aus der Hand zu geben. Dazu sind die Handlungen in dem Buch keineswegs zu einseitig. Auch wenn das Buch viele witzige Situationen zeigt, gibt es auch Passagen, die den Leser zum Mitfühlen und Nachdenken verleiten. Ein Beispiel dafür ist die Vergangenheit von Maik, der in dem Buch seine Geschichte schildert.

Es handelt sich um eine sehr abwechslungsreiche Geschichte, die positive, aber auch negative Momente des Lebens widerspiegelt. Im Laufe des Romans lernen die Protagonisten immer wieder abwechslungsreiche Charaktere kennen, die das Abenteuer der zwei Jungs maßgeblich beeinflussen. Auch kann sich der Leser gut in die Protagonisten hineinversetzen und ihr Verhalten und ihre Gefühle verstehen. Es gibt in dem Buch immer wieder Rückblicke, was für ein besseres Verständnis bei Jugendlichen sorgt. Trotzdem wird die eigentliche Handlung von Maik und Tschick nicht zu kurz gehalten, sondern sehr gut dargestellt.

Die Einleitung des Abenteuers dauert etwas lang, doch im weiteren Verlauf steigern sich spannende und interessante Momente immer weiter.

Besonders gut werden vor allem die positiven, aber auch negative Erlebnisse aller Beteiligten dargestellt. Leider gibt es einige ungeklärte Fragen, die der Leser gerne beantwortet bekommen hätte, andererseits sind gewisse Fragen bewusst offen gelassen, damit der Leser einen Teil der Geschichte mitgestaltet. Das Buch ist sehr gut für Jugendliche geeignet, da es sich an jugendlicher Sprache orientiert. Aber auch erwachsene Menschen werden beim Lesen des Jugendromans auf ihre Kosten kommen.

Zusammengefasst überzeugt „Tschick“ mit einem guten und ansprechenden Humor. Der Roman enthält viele lustige Momente, die auch den Leser zum Schmunzeln bringen. Durch den Kontrast zu den spannenden Passagen ist das Buch für viele Jugendliche sehr ansprechend. Sandy Schlage

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